Wohnraum für 30.800 neue Potsdamer

Nachverdichtung und neuer Stadtteil im Norden

Potsdam. Bis zum Jahr 2035 ist die Landeshauptstadt bei einem prognostizierten Wachstum von 30.800 Einwohnern in Sachen Wohnungsbau gut aufgestellt. Dafür stehen bereits jetzt ausreichend bebaubare Flächen zur Verfügung, erläuterte Baudezernent Bernd Rubelt am Mittwoch vor Journalisten.

Das liegt vor allem daran, dass frühere Berechnungen, die vom Bau größerer Wohnungen ausgegangen waren, zugunsten kleinerer Einheiten revidiert wurden. Die Potsdamer bewohnen mittlerweile pro Kopf weniger Quadratmeter als noch vor einigen Jahren, ohne zu den Wohnverhältnissen zu DDR-Zeiten zurückzukommen. Aus diesem Grund entstehen beispielsweise in Krampnitz deutlich mehr Wohnungen als ursprünglich geplant.

Vor allem auf Grundstücken, die der Stadt gehören oder städtischen Unternehmen zur Verfügung stehen, sollen mindestens 20 Prozent geförderte Wohneinheiten mit Mietpreisbindung entstehen. Mittlerweile sind auch fast alle Wohnungsbauflächen in Potsdam förderfähig. Rubelt legt dabei großen Wert auf die sogenannte Nachverdichtung im innerstädtischen Raum, der bereits infrastrukturell gut ausgestattet sei, denn so könne eine bessere Nutzung vorhandener Einrichtungen und Verkehrsmittel gewährleistet werden. Noch unklar ist hierbei die Zahl bebaubarer Einzelgrundstücke, da nicht alle Freiflächen ohne Widerstand bebaut werden können. sg