Landkreis Dahme-Spreewald bleibt eigenständig

Bei den Fusionsplänen für die beiden Landkreise Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming war die Landesregierung bisher von völlig veralteten Bevölkerungsprognosen ausgegangen

Lübben. Chris Halecker, Vizelandrat in Dahme-Spreewald, begrüßte die heute von der Brandenburger Landesregierung bekannt gegebenen Korrekturen an der geplanten Kreisgebietsreform, nach der die Landkreise Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming nun doch eigenständig bleiben. „Ich freue mich, dass die Landespolitik sich an der Realität und an Sachargumenten orientiert“, sagte Halecker. 

„Dahme-Spreewald gehört zu den entwicklungsstärksten Landkreisen in Brandenburg und Ostdeutschland. Dynamisches Wirtschaftswachstum, Besucherrekorde im Tourismus, bildungspolitische Akzente und ein großes  soziales Engagement bieten enormes Potenzial für eine eigenständige, leistungsstarke und zukunftsorientierte Entwicklung  im Landkreis Dahme-Spreewald“, betont Halecker.

Bei den  Fusionsplänen für die beiden Landkreise Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming war die Landesregierung bisher von völlig veralteten Bevölkerungsprognosen ausgegangen. Demnach hätte  Dahme-Spreewald im Jahr 2030 die im Leitbild der Landesregierung vorgegebenen 175.00 Einwohner nicht erreicht. Dem allerdings wiederspricht eine  eigene aktuelle Bevölkerungsprognose des Landkreises, die  im Jahr  2030 mindestens 180.000 Einwohner  für den LDS voraussagt. 

Bereits im Dezember 2016 hatte der LDS-Kreistag das Land aufgefordert, eine aktuelle und qualifizierte Bevölkerungsprognose vorzulegen und sprach sich parteiübergreifend für  die Eigenständigkeit des Landkreises Dahme-Spreewald aus.  Erst kürzlich haben Landrat Stephan Loge und Lübbens Bürgermeister Lars Kolan ein ausführliches Argumentationspapier für einen eigenständigen Landkreis mit der Kreisstadt Lübben an das Land gesendet. red