Regelmäßige Kontrollen durch Veterinärbehörde in der betroffenen Putenmastanlage und im Sperrbezirk

Geflügelpest im Landkreis Dahme-Spreewald

Lübben. Seit dem Ausbruch der Geflügelpest in einem Putenmastbetrieb in Alt Zauche, der die tierschutzgerechte Tötung von ca. 45 000 Tieren zur Folge hatte, kontrolliert die Veterinärbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald  alle notwendigen Maßnahmen zur Einhaltung und Bekämpfung der gefährlichen Vogelgrippe.
Gestern hat Amtstierärztin Dr. Jana Guth im betroffenen Unternehmen Moorgut Kartzfehn am Standort Alt Zauche die Grobreinigung und Vordesinfektion der Anlage abgenommen.

Nach Beendigung der Bestandsräumung wurde in der Geflügelmastanlage unverzüglich mit der Reinigung und Desinfektion begonnen. Dazu gehören eine Grobreinigung und Vordesinfektion des Seuchenbestandes, zwei Feinreinigungen im Abstand von sieben Tagen und eine Schlussdesinfektion. Weiterhin müssen der Kot und die benutzte Einstreu desinfiziert sowie die mit den Tieren in Kontakt gekommenen Fahrzeuge entwest, gereinigt und desinfiziert werden. „Der Betrieb hat einen Aktionsplan vorgelegt, der alle erforderlichen Maßnahmen der Entwesung, Reinigung und Desinfektion beinhaltet und deren Einhaltung veterinärbehördlich streng kontrolliert wird“, bestätigte Jana Guth. Die nächste Kontrolle vor Ort sei am kommenden Sonnabend vorgesehen.
 
„Im Sperrbezirk wurden mit Amtshilfe von Tierärzten aus den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz alle über 140 Geflügelhaltungen mit Ausnahme von vier Kleinsthaltern, die bisher nicht angetroffen werden konnten, kontrolliert. Alle Kontrollen wurden unangekündigt durchgeführt. Nahezu alle Tierhalter zeigten ein großes Verständnis für die Aufstallverpflichtung und unterstützten die Kontrolleure. Nur zwei Tierhalter hielten sich nicht an das Aufstallgebot, hier droht nun ein Bußgeld“, informierte die Amtstierärztin weiter.

Im gesamten Landkreis sind Geflügelausstellungen, Geflügelmärkte oder Veranstaltungen ähnlicher Art verboten. Ausnahmen können derzeit - nach Prüfung der Gefährdungslage durch die Veterinärbehörde - außerhalb des Sperrbezirkes und Beobachtungsgebietes lediglich für reine Taubenausstellungen erlaubt werden. Dafür ist jedoch im Vorfeld eine schriftliche Antragstellung notwendig. red