Hans-Otto-Theater startet Suche nach neuem Intendanten

Stadt will Auschreibung in den nächsten Tagen veröffentlichen / Tobias Wellemeyer verlässt das HOT zur Spielzeit 2018/19

Potsdam. Die Ausschreibung für eine neue Intendanz am Hans Otto Theater (HOT) ab der Spielzeit 2018/19 wird in diesen Tagen veröffentlicht. Darauf haben sich Oberbürgermeister Jann Jakobs und die Stadtverordnetenversammlung verständigt. Gesucht wird ein Nachfolger/eine Nachfolgerin für Tobias Wellemeyer, dessen Amtszeit im Einvernehmen mit dem Oberbürgermeister, der Gesellschaftervertreter der Landeshauptstadt ist, im Sommer 2018 nach dann neun Jahren endet.

Das HOT ist das Theater der Landeshauptstadt. Seit 2006 ist es in einem Bühnenneubau im Kunst- und Kulturquartier Schiffbauergasse, dem "Neuen Theater", und in einer kleineren Spielstätte, der "Reithalle", untergebracht. Das überregional renommierte Schauspieltheater strahlt in das Land Brandenburg und in die Hauptstadtregion aus. Das Theater produziert Schauspieltheater sowie Kinder- und Jugendtheaterinszenierungen und einzelne Aufführungen des Musiktheaters.

Die zukünftige Intendanz wird gleichberechtigt mit dem Geschäftsführenden Direktor das Haus leiten und soll die programmatische Ausrichtung des Hauses prägen. Dabei soll das künstlerische Profil entscheidend weiterentwickelt werden. Interessenten sollen konzeptionelle Vorstellungen vorlegen, die es erlauben, künstlerisches und wirtschaftliches Handeln so zu verbinden, dass das Hans Otto Theater mit seinen personellen und finanziellen Ressourcen erfolgreich geführt werden kann. Das Hans-Otto-Theater gilt als Motor für die Entwicklung des Kunst- und Kulturquartiers Schiffbauergasse und soll es auch weiterhin bleiben.

Gleichzeitig wird eine Kooperation und Vernetzung mit Akteuren der Potsdamer Kreativszene erwartet, speziell den freien Trägern an der Schiffbauergasse und den Partnern des Theater- und Konzertverbundes Brandenburg. Zur Personalauswahl wird der Oberbürgermeister eine Findungskommission bilden, die unter seinem Vorsitz steht. Darin werden unter anderen Mitgliedern des Kuratoriums des Hans Otto Theaters, die Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadtverordnetenversammlung und ein Vertreter des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg vertreten sein.  sg