Klare Sicht ohne Sucht im Treffpunkt Freizeit

Bundeszentrale informiert Schüler über Gefahren von Tabak und Alkohol

Potsdam. In dem großen Saal des Treffpunkt Freizeit ist es ruhig. Erstaunlich ruhig. Denn der hohe Raum ist gut gefüllt. Der Klangkulisse nach zu urteilen würde aber niemand annehmen, dass sich bis zu 60 Kinder hier aufhalten. Und das ganz ohne Lehrer. Es zeugt von dem Interesse der Jugendlichen an den Themen des Schulprojekts, die sie bearbeiten. Die Schüler haben den „KlarSicht-Parcours“ absolviert, der sie über die Gefahren von Alkohol und Tabak informiert. Mitmachen war hierbei ausdrücklich erwünscht.

Eine unerwartete Routine legte Mike Schubert auf dem Parcours mit der Alkoholbrille an den Tag. Die Erfahrung kommt aber eher daher, dass er sie nicht zum ersten Mal aufhat. Nicht etwa von übermäßigem Alkoholgenuss. Das könne sich ein Beigeordneter für Soziales und Ordnung gar nicht erlauben, meinte Schubert. Die Rauschbrille simuliert einen Alkoholwert von 1,3 bis 1,5 Promille. Der Versuch, die gestrichelte Linie einfach entlangzugehen fordert schon viel Konzentration. Bei den feinmotorischen Übungen wird es nicht leichter.

Hauptsächlich war der Parcours in der Halle des Treffpunkt Freizeit aber auch für Sieben- bis Neuntklässler von sieben Potsdamer Förder- und Gesamtschulen und Gymnasien angelegt. „Klarsicht“ ist eine Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die die Schüler an zwei Tagen über die Gefahren informiert, die von Alkohol und Tabak ausgehen können.

„Wir wollen hier den Königsweg der Prävention beschreiten“, sagt Sebastian Tesch und meint, dass die Jugendlichen die Gefahren der Suchtmittel kennen lernen, bevor sie sie am eigenen Leib erfahren. Tesch reist für die BZgA mit dem Mitmach-Parcours durch die deutschen Landen und vermittelt den Schülern, das Wissen, das sie brauchen, um vorbereitet zu sein, auf die Entscheidungen, die später auf sie zukommen werden.  RiB