Der Schnee muss weg

Eiszeit im Spreewald / Vor dem Losfahren sollten Autofahrer einiges beachten

Lübben. Eiskalt erwischt hat es die Autofahrer vergangenen Montag. Dementsprechend oft musste die Polizei ausrücken, um Unfälle aufzunehmen. Die Polizeidirektion Süd teilte mit, dass allein im Landkreis Dahme-Spreewald zwischen 3 und 11 Uhr 40 Verkehrsunfälle aufgenommen werden mussten, bei denen auch Personen zu Schaden kamen. Die Ursache: Missachtung der winterlichen Straßenverhältnisse, wie unangepasste Geschwindigkeit, unzureichender Sicherheitsabstand oder abrupte Lenk- und Bremsmanöver, so die Polizei. Die Höhe der Sachschäden reichte von einigen hundert bis zu 10.000 Euro. Ähnliche Meldungen kamen aus dem OSL-Bereich.

Schnee kann Straßen nicht nur in Rutschpisten verwandeln, er deckt auch die Autos komplett zu. Wer morgens länger schläft, kommt dann in Zeitnot. Nur schnell das Sichtfeld frei gekratzt und los geht die Fahrt. Von Weitsicht im doppelten Sinne  kann so keine Rede sein. Auch die DEKRA warnt: „Viel zu oft sind Autofahrer auf den Straßen unterwegs, die gerade mal eine Art ‚Guckloch‘ in der Windschutzscheibe haben“, so Markus Egelhaaf aus der DEKRA Unfallforschung. „Damit gefährden sie sich selbst und andere. Das gilt übrigens auch, wenn das Autodach nicht vom Schnee befreit wurde. Der Schnee kann sich während der Fahrt lösen. Dann rutscht er oft beim Bremsen auf die Windschutzscheibe, oder er kann nachfolgende Verkehrsteilnehmer behindern oder gefährden.“ ed