Willkommen in unserer Kita

Begrüßungsmappe hilft beim Umgang mit Migrationsfamilien

Königs Wusterhausen.

„Kommunikation ist der Schlüssel“, stellte Bildungsstaatssekretär Thomas Drescher bei der Übergabe der Begrüßungsmappen in der AWO-Kita „Spielspaß“ in der vergangenen Woche heraus und lobte das Vorzeigeprojekt, welches vom Landkreis, dem Bildungsministerium und dem AWO Landesverband Brandenburg e.V. ins Leben gerufen wurde.
Bei der Mappe handelt es sich um ein sechsteiliges Informationspaket in sieben Sprachen von Deutsch, Englisch, Französisch, Kurdisch, über Russisch, Arabisch bis zu Persisch/Farsi.

Im ersten Teil bekommen interessierte Eltern erste Basisinformationen über Angebote der Kindertagesbetreuung, Kontaktdaten der Kitaeinrichtung und es wird vermittelt was Kita in Brandenburg bedeutet. In den nachfolgenden Teilen gibt es Informationen die den Eltern bei Aufnahme des Kindes mitgegeben werden sollten, wichtige auszufüllende Formulare, ein Belehrungsbogen, verschiedene Einwilligungserklärungen wie zum Beispiel eine Fotoerlaubnis und eine Vollmachtserklärung.

„Das Thema der Flüchtlinge nehmen wir in unserer Kita als eine sehr facettenreiche Aufgabe war“, erklärt Kitaleiterin Petra Brückner, die in ihrer Kindertagesstätte insgesamt 188 Kinder betreut.
30 Prozent von ihnen seien Kinder mit Migrationshintergrund.
„Die Kinder hinterlassen ihre Probleme und innerlichen Konflikte nicht an der Grenze. Einige tragen die kulturellen Problematiken im Elternhaus mit in die Einrichtung. Um diesen Kindern zu helfen zu einer gewissen Normalität zurückzufinden, stehen einem die verschiedenen sprachlichen Hintergründe oftmals im Wege.“

Auch kennen viele migrierte Eltern das Konstrukt einer Kita nicht aus dem eigenen Land. Man könne jedoch nur gute Integrationsarbeit leisten, wenn man sich mit den Eltern verständigen kann.
„Ich hoffe, dass die Begrüßungsmappe uns ein hilfreiches Instrument an die Hand gibt“, so Brückner zuversichtlich.
„Dieses Projekt ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, betont Thomas Drescher.
„Diese Problematik wird man nur in der Gemeinschaft lösen können.
Ein weiterer essentieller Schritt muss es sein, den Personalschlüssel in allen sozialen und pädagogischen Bereichen zu verbessern, um besonders den Kitas in Brennpunkten mehr Unterstützung zu Teil werden zu lassen. Wir haben vor kurzem eine Kitakommission eingerichtet und ein sogenanntes Integrationspaket ist bereits in Planung“ gibt Drescher Aussicht auf die Zukunftspläne des Landes. pet