Zum Verwechseln ähnlich - Il a déjà tes yeux, F 2017

Paul (Lucien Jean-Baptiste) und Sali (Aïssa Maïga) leben glücklich in Paris. Sie haben sich mit einem kleinen Blumenladen selbstständig gemacht und schaffen es nebenbei, gerade soviel Traditionsbewusstsein zu entwickeln, dass auch ihre senegalesischen Familien zufrieden sind.

Doch eine Sache fehlt ihnen zum perfekten Leben: Die beiden wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind. Seit Jahren haben sie einen Adoptionsantrag gestellt, doch bislang ohne Erfolg. Dann klingelt eines Tages das Telefon: Das Jugendamt sucht eine neue Familie für den kleinen Benjamin. Der Junge ist süß, pflegeleicht, aber weiß! Paul und Sali sind ziemlich geplättet, verlieben sich aber sofort in den kleinen Racker.

Und schließlich gibt es ja genug Patchworkfamilien unterschiedlichster Couleur, die von der Gesellschaft akzeptiert werden, sagen sie sich. Deshalb müssen auch schwarze Eltern mit einem weißen Baby ihren Platz in der Gesellschaft haben. Aber die Realität sieht schnell ganz anders aus. Ob beim Kinderarzt oder auf dem Spielplatz, immer wird Sali für die Nanny gehalten.

Die Großeltern, die sich schon lange einen Enkel wünschen, fallen zuerst in eine Farbkrise und dann in eine Depression und die frisch gebackenen Eltern müssen feststellen, dass die Welt viel weniger tolerant ist als sie dachten. Hinzu kommt eine misstrauische Mitarbeiterin vom Jugendamt, die in den ungünstigsten Momenten auftaucht und nach dem ultimativen Erziehungsfehlern sucht.

Richtig chaotisch wird es, als eine babysittende Freundin von der Polizei erwischt wird und keine Aufenthaltserlaubnis vorzeigen kann. Allerbestes Sommerkino für die ganze Familie!  sg


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