Es war einmal in Deutschland, D 2016

1946 im zerstörten, von Amerikanern besetzen Frankfurt am Main: David Bermann (Moritz Bleibtreu) und seine jüdischen Freunde haben Glück gehabt und sind den Nazis entkommen. Jetzt wollen sie nur eins: raus aus Deutschland und ab nach Amerika in eine bessere Zukunft. Doch das wollen in diesen Tagen viele und die Reise ist teuer. Sie müssen also eine Möglichkeit finden, schnell an viel Geld zu kommen.

Bermann ist ein durchaus geschickter Geschäftsmann, da wäre es doch gelacht, wenn ihm nichts passendes einfiele. So kommt ihm dann auch die zündende Idee: Den Deutschen fehlt nach den langen entbehrungsreichen Kriegsjahren etwas Luxus. Feinste Wäsche aller Art soll es sein, gepaart mit unglaublichen Geschichten und Komplimenten, die die Kundinnen sofort zuschlagen lassen.

Zu sechst ziehen die Freunde als begnadeten Entertainer von Haus zu Haus und preisen den Hausfrauen mit gekonnter Chuzpe ihre Ware an. Die Damen sind geschmeichelt und freuen sich über das unwiderstehliche Angebot. Das Geschäft floriert, bald würden sie genug Geld zusammen haben, um ihren Traum in die Tat umzusetzen.

Doch dann holt Bermann seine eigene Vergangenheit ein: Warum hatte er in düsteren Zeiten zwei Pässe? Und was wollte er auf dem Obersalzberg? Der Verdacht liegt nahe, dass er mit den Nazis kollaboriert hat. Die unerbittliche US-Offizierin Sara Simon (Antje Traue) lässt nicht locker, sie will wissen, was wirklich hinter Bermanns Geschichte steckt und begegnet ihm mit eiserner Strenge. Schafft er es, auch sie um den kleinen Finger zu wickeln?  sg

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