Diplomatie, D/F 2014

Dass Paris heute so erhalten ist, wie wir es kennen, ist vor allem der Entscheidung eines deutschen Generals im August 1944 zu verdanken. Nach der Landung der Alliierten in der Normandie erhält der Kommandeur von Paris, Dietrich von Choltitz (Niels Arestrup) von Hitler persönlich den Befehl, die Stadt zu zerstören, bevor sie den Feinden in die Hände fällt.

Alle Monumente und Brücken sind bereits vermint. Kurz vor dem großen Knall hat von Choltitz eine lange Auseinandersetzung mit dem schwedischen Generalkonsul Raoul Nordling (André Dussollier), der selbst halber Franzose ist und sich über die Maßen für seine Heimat einsetzt. Schließlich sagt der General die Sprengung ab.

Bis heute wird von Choltitz in Frankreich für diese Entscheidung hoch angesehen. Die deutsche Geschichtsschreibung hat den Mann jedoch praktisch vergessen. Volker Schlöndorff  und Cyril Gély greifen die Geschichte, die auch als ein Ursprung der deutsch-französischen Freundschaft gilt, in ihrem Drehbuch auf und  Schlöndorff setzt sie als Regisseur grandios um.  sg


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