Zulu, F / SA 2013

Die Leiche der 20-jährigen Nicole Weiss wird blutüberströmt im botanischen Garten gefunden. Alles deutet zunächst auf einen Mord im Drogenmilieu hin. Der Chef der Kapstadter Mordkommission Ali Sokhela (Forest Whitaker) soll den Fall mit zwei Kollegen aufklären, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Brian Epkeen (Orlando Bloom) wegen der Unterstützung für den gemeinsamenTeenager-Sohn ständig mit seiner Ex-Frau Ruby (Inge Beckmann) streitet, besteht sein Privatleben aus One-Night-Stands mit jungen Schönheiten und diversen Begegnungen mit hochprozentigem Alkohol. Dan Fletcher (Conrad Kemp) hingegen widmet sich ganz seiner krebskranken Frau Claire (Tinarie van Wyk-Loots). Dass ihn die Rechercheurin Janet anhimmelt, fällt ihm dabei gar nicht auf.
Auf der Suche nach Nicoles Mörder stoßen die Cops auf kriminelle Machenschaften, die in die düsteren Zeiten des Apartheid-Regimes zurückreichen. Das getötete Mädchen hat tatsächlich Drogen im Blut und war vor ihrer Ermordung in einem Nachtclub. Dort bekommt Ali den entscheidenden Hinweis: Nicole wollte sich kurz vor ihrer Ermordung mit einem gewissen Stan am Strand treffen, einem Ort, an dem der Drogenhandel blüht. Am Meer kommt es schließlich zum Fiasko. Die drei Ermittler werden von einer Gruppe bewaffneter Dealer überwältigt. Dan wird verstümmelt und tödlich verletzt. Brian schafft es schließlich, seine Pistole zurück zu bekommen und jagt die Gangster in die Flucht. Unter den Habseligkeiten der Dealer finden Brian und Ali Drogen der gleichen Art, wie sie im Blut von Nicole Weiss gefunden wurden.
Laut Laboranalyse handelt es sich um einen synthetischen Stoff, der in hoher Dosierung zu mörderischer Aggressivität führt. Bald stellt sich heraus, dass nicht nur Drogendealer in den Mord verwickelt sind, sondern dass das ganze auf kriminelle Machenschaften aus den düsteren Zeiten der Rassentrennung und des Apartheid-Regimes zurückgeht.
Jérôme Salle hat das Buch des bretonischen Krimiautors, der zunächst für einen alternativen französischen Reiseführerverlag gearbeitet hat, an Orten umgesetzt, an denen sich bislang kaum jemand getraut hat, zu drehen. Hier wird nicht die Postkarte Südafrika gezeigt, sondern das ganz reale, harte Leben in Kapstadt.  sg

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