AquariUM punktet mit Rehasport

AquariUM punktet mit Rehasport

Der junge Geschäftsführer Dirk Sasson ist seit 1. Dezember 2017 für die Geschicke der Schwedter Stadtwerke und der Technischen Werke zuständig. Hier ist er im Interview mit Anett Wagner vom Uckermark-TV, um die Ergebnisse von 2017 zu erläutern. Foto: aha

Technische Werke Schwedt blicken auf ein gutes Jahr zurück

Schwedt. Der Betreiber vom Schwedter Freizeitbad AquariUM, dem Kino FilmforUM, dem Schwedter Hafen und seit Kurzem auch von Windanlagen hatte am 5. Februar die Öffentlichkeit über den Erfolg des vergangenen Jahres informiert. Der Geschäftsführer der Technischen Werke und der Schwedter Stadtwerke Dirk Sasson erklärte sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen.

Das Freizeitbad und das Kino konnten zusammen knapp 300.000 Besucher zählen. Diese kommen weitgehend aus der Umgebung von Schwedt – hier bildet die Grenze zum Nachbarland keine Barriere, denn auch aus Polen kommen zahlreiche Besucher.

AquariUM

Und das AquariUM hat neben dem Sportbad und dem Spaßbad auch noch eine sehr qualifizierte Fitnessabteilung, eine entspannende Saunalandschaft mit Wellnessbereich sowie Badminton-Courts zum Auspowern im Angebot.

Der Fitnessbereich hat einen besonders großen Zulauf bekommen. Neben klassischem Ausdauer- und Kraftsport werden zunehmend Rehasport-Angebote nachgefragt. Die qualifizierten MitarbeiterInnen dort bilden sich regelmäßig weiter und können so besonders gut auf die speziellen Bedürfnisse der Reha­klienten eingehen. Neben Herztraining und speziellen Bewegungsübungen mit Geräten wurden im vergangenen Jahr besonders die Wassergymnastik- und Reha-Schwimmangebote in Anspruch genommen. Neu angeschafft wurde ein hochwertiges Gerät für so genanntes „Faszientraining“. Dabei wird mit Druckrollen das Bindegewebe massiert. Die speziell geschulten MitarbeiterInnen erklären die Wirkungsweise genau und geben Tipps zur Anwendung. Ebenfalls neu ist ein Beckenbodentrainingsgerät, das im Frauenfitnessbereich aufgestellt wurde.

In das Segment Gesundheit fallen auch die zunehmend nachgefragten Angebote des betrieblichen Gesundheitssports. Große Schwedter Firmen bieten für ihre MitarbeiterInnen sportliche Angebote in Zusammenarbeit mit dem AquariUM an, um ihre Gesundheit zu fördern.

Für den Erhalt der hohen Qualität der Einrichtungen in allen Abteilungen des AquariUMs wurden im vergangenen Jahr insgesamt rund 730.000 Euro investiert. Der Unterhalt des Freizeit- und Erlebnisbads ist eine teure Angelegenheit. Dirk Sasson merkt dazu an: „Mir ist wichtig, klarzustellen, dass immerhin die Hälfte der Einnahmen in die Sauberkeit und Instandhaltung der Einrichtung fließen.“

FilmforUM

Auch im FilmforUM konnte im 11. Jahr des Bestehens des kommunalen Kinos mit 4 Sälen eine Steigerung der Besucherzahlen erreicht werden. Mit 23 Prozent Zuwachs ist der Betrieb sehr zufrieden.

Ein bunt gemischtes Kinoprogramm für alle Altersstufen und viele Interessenlagen bietet Unterhaltung und Bildung auf hohem Niveau. Mit modernster Technik  für 3D-Kino und digitalem Kartenverkauf ist das Kino den Herausforderungen der Zeit gewachsen. Hier werden im laufenden Jahr alle bisherigen Event- und Filmreihen fortgesetzt und – eine neue Popcornmaschine sorgt für noch mehr frischen knackigen Kinospaß.

Schwedter Hafen
Die wirtschaftsnahe Sparte der Technischen Werke, der Hafen im Norden Schwedts, verzeichnete im abgelaufenen Jahr ein gutes Umschlagsergebnis, das aber durchaus noch steigerungsfähig sei, wie Sasson erklärte. 227.000 Tonnen wurden in 2017 dort umgeschlagen. Vor allem landwirtschaftliche Produkte sowie Brennstoffe wurden mit den Schiffen angeliefert und verladen. Das Hafengelände bietet noch Platz für Ansiedlungen von Unternehmen, für die die Infrastruktur von Nutzen sein kann.

Beeinträchtigt werden die Zukunftsaussichten für den Hafen aber noch immer durch den zögerlichen politischen Einsatz in Deutschland, die Gewässer für größere Schiffe auszubauen. Ein kleiner Schritt wurde zwar angegangen mit dem Ausbau der Havel-Oder-Wasserstraße, aber die Auswirkungen davon werden sich erst in einigen Jahren bemerkbar machen.

Hier spielen die politischen Verhältnisse jenseits der Oder wohl eine wesentliche Rolle bei den Entscheidungen der deutschen Infrastruktur­politik.

Windenergieanlagen
Das vierte Standbein der Technischen Werke und die größte Investition seit der Gründung sind die beiden Windkraftanlagen, die in Casekow OT Luckow-­Petershagen stehen.

Die Stromerzeugung brachte im vergangenen Jahr einen überdurchschnittlichen Ertrag von 17.6 Millionen Kilowattstunden, was einem Stromverbrauch von mehr als 5.000 Haushalten entspricht.
Damit können die Technischen Werke in eine gesicherte Zukunft schauen, denn wenn sich dieses Geschäftsfeld als Cash-Cow etabliert, können die Dienstleistungen AquariUM und FilmforUM für die Bevölkerung langfristig davon profitieren. aha

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