Uckermark-CDU startet mit Karina Dörk in den Landrats-Wahlkampf

Uckermark-CDU startet mit Karina Dörk in den Landrats-Wahlkampf

Karina Dörk und Wolfgang Banditt standen den CDU-Mitgliedern Rede und Antwort. Foto: Uwe Werner (uwe)

Angermünde. Es wird langsam spannend. Am 22. April 2018 wird in der Uckermark ein neuer Landrat gewählt. Damit wird auch geklärt, wer in den kommenden acht Jahren als Steuermann die Richtung in der Kreisverwaltung bestimmt.

Allmählich bringen die Parteien ihre Kandidaten in Stellung. Um das Vertrauen der SPD-Genossen hat sich erneut Amtsinhaber Dietmar Schulze beworben. Indessen ist es das erklärte Ziel der Uckermark-CDU, nach vielen Jahren endlich wieder die Spitze der Kreisverwaltung zu erklimmen. Zunächst hatte Wolfgang Banditt, der CDU-Fraktionschef im Kreistag, bekundet, für den Landrats-Posten kandidieren zu wollen. Doch der 60-Jährige hatte innerparteiliche Konkurrenz bekommen: Karina Dörk (52) kann sich ebenfalls vorstellen, für die CDU anzutreten.

Deshalb hatte der CDU-Kreisverband am Freitagabend seine 251 Mitglieder zu einer ganz besonderen Versammlung in das Gut Kerkow bei Angermünde eingeladen. "Wir haben das Luxusproblem, uns unter zwei Kandidaten entscheiden zu können. Die Positionierung ist nicht einfach. Aber ich wünsche mir, dass das Ergebnis, das nachher bei der Abstimmung getroffen wird, ohne Wenn und Aber von uns allen akzeptiert", sagte der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen zur Begrüßung.

Das Wahlergebnis war am Ende eindeutig:

Von 71 stimmberechtigten CDU-Mitgliedern gaben 49 Karina Dörk ihre Stimme. Wolfgang Banditt kam auf 22 Stimmen. Reichlich politische Erfahrung bringen beide Bewerber mit: Wolfgang Banditt ist Diplom-Agraringenieur und einer der dienstältesten Kreistagsabgeordneten in der Uckermark. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Kreistags und leitet zudem den Kultur- und Bildungsausschuss. Beruflich arbeitet er als Projektkoordinator beim Energieunternehmen Enertrag AG. Die Diplom-Agraringenieurin Karina Dörk ist ebenfalls sehr erfahren in der Kommunalpolitik. Seit Juli 2015 ist sie Bürgermeisterin der Stadt Strasburg (Uckermark). Zuvor war sie mehr als vier Jahre lang die Erste Beigeordnete von Uckermark-Landrat Dietmar Schulze.

"CDU muss endlich wieder den Uckermark-Landrat stellen"

Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Jens Koeppen kritisierte auf der Versammlung die Amtsführung des jetzigen Landrates: Es gehe bei der Wahl am 22. April um die Uckermark bis in die Jahre 2030-2040. Dazu würden endlich wieder Visionen gebraucht. "Und wir brauchen einen Landrat, der nicht nur seine Altersbezüge absichern will", sagte Koeppen. Nach der erfolgreichen Ära von Joachim Benthin nach der Großkreisbildung sei es an der Zeit, dass die CDU endlich wieder den Uckermark-Landrat stellt.

Karina Dörk stellte für den Fall ihrer Wahl zur Landrätin in Aussicht, den anstehenden Breitbandausbau zu nutzen, um modernste Glasfasertechnik einzuführen. Zudem müssten das Mobilfunknetz, der Zustand der Kreisstraßen und Radwege sowie der öffentliche Personennahverkehr dringend verbessert werden. Und sie würde sich aktiv dafür einsetzen, "dass aus dem ehemaligen Joachimsthalschen Gymnasium eine Europaschule wird". "Das wäre eine große Errungenschaft für Templin und die ganze Uckermark", sagte Karina Dörk. Zudem würde sie als Landrätin vor allem versuchen, die Mitarbeiter(innen) der Kreisverwaltung zu innovativen Ideen zu ermutigen.

Und in der Landesentwicklungsplanung müssten endlich die wichtigen kommunalen Bedürfnisse beachtet werden, um nicht positive Entwicklungen im Keim zu ersticken oder unmöglich zu machen. uwe

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