Wie steht es tatsächlich um den Biber?

NABU Brandenburg lädt zum Biber-Fachgespräch ein

Biber. Foto: NABU

Potsdam. Am 29. November stellte Umweltminister Jörg Vogelsänger vor dem Umweltausschuss des Landtages seinen Bericht zur Umsetzung des zwei Jahre alten Sieben-Punkte-Planes und der Biberverordnung vor. Darin wird vom Ministerium das Resümee gezogen, dass die verschiedenen Maßnahmen insgesamt zur Reduzierung des Konfliktes und zu einem angemessenen Management des Bibers geführt haben.

Aber was ist ein angemessenes Management für den Biber?
Während vielen Landnutzern die Ankündigung des Ministers "Wir werden die Biberverordnung weiterhin konsequent umsetzen." nicht ausreicht, haben viele Naturschützer das Gefühl, dass die Biberverordnung und die damit verbundenen Möglichkeiten und auch Pflichten, insbesondere Berichtspflichten, längst noch nicht überall angekommen sind. "Obwohl der Biber mittlerweile nahezu flächendeckend in Brandenburg vorkommt und seine Spuren ein gewohnter Anblick geworden sind, gehen die Meinungen zum Umgang mit dem Biber weit auseinander. Viele sehen in der Biberverordnung noch immer kein Instrument für einen praktikablen Umgang mit dem größten, bei uns heimischem Nager", fasst Christiane Schröder, Geschäftsführerin des NABU Brandenburg die Situation zusammen.

Daher lädt der NABU am Freitag, den 8. Dezember von 10 bis 14 Uhr alle Interessierten zu einem Fachgespräch "Der Biber als Motor der Artenvielfalt?!" ins Potsdamer Haus der Natur ein.


Der NABU konnte dafür den renommierten Professor Dr. Zahner von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf gewinnen, der über seine Forschungen zu den Auswirkungen des Bibers beispielsweise auf die Fisch- und Insektenfauna berichten wird. Insbesondere soll aber durch die Vorträge vom Gewässer- und Deichverband Oderbruch, Vertretern der Fischereiwirtschaft, des Umweltministeriums und der unteren Naturschutzbehörden die aktuelle Situation in Brandenburg aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und anschließend diskutiert werden.

Um Anmeldung unter anmeldung@nabu-brandenburg.de oder 0331-2015570 wird gebeten.

Mehr Informationen zur Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden sie unter: www.brandenburg.nabu.de/biberfachgespraech

red

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