Future Lab sucht Nachwuchskräfte für die Region

Beim Sommercamp 2016 während einer Besichtigung des Unternehmens LEIPA. (re) LEIPA-Ausbildungsleiter Rüdiger Mägel. Foto: ABW

(v.l.) Nicky-Veronique Pioch und Lea Porombka sind Auszubildende von LEIPA Georg Leinfelder GmbH in Schwedt. Foto: leipa

Angermünde/Schwedt. Nicky-Veronique Pioch aus Hohenfelde und Lea Porombka aus Gartz, zwei starke junge Frauen, die feste Vorstellungen von ihrer Zukunft haben. Beide erlernen in der Papierfabrik LEIPA in Schwedt den Beruf der Papiertechnologin. Auch wenn die meisten ihrer Schulfreundinnen Verkäuferinnen oder Kauffrau für Büromanagement werden wollen, streben die beiden Auszubildenden nach mehr Komplexität in der Arbeit, nach den praktischen Aspekten in der Produktion und den Prozessen dahinter. Natürlich lockt ebenfalls die bis zu 90-prozentige Chance der Übernahme, die LEIPA seinen Auszubildenden bietet. "Doch wie viele andere Unternehmen in der Region bekommen auch wir die Auswirkungen des demografischen Wandels zu spüren. Es ist schwierig interessierte und geeignete Jugendliche für eine Ausbildung zu gewinnen." berichtet Rüdiger Mägel, der Ausbildungsleiter bei LEIPA.

An diesem Punkt greift das Projekt Future Lab an, indem es mit seinen Inhalten versucht die zukünftigen Fachkräfte für die Region zu motivieren. Ziel des Projektes ist es, junge Menschen für Berufe und Studiengänge zu interessieren und zu gewinnen, die das Greening der Berufe besonders berücksichtigen. Gemeint ist der Einzug wichtiger Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit in die Ausbildung und täglichen Arbeit.

Ein weiterer Projektschwerpunkt ist es, die geschlechterspezifische Berufswahl aufzubrechen. Das heißt, Mädchen für die eher "männertypischen" Berufsfelder zu interessieren und Jungen die umfangreichen Optionen von "frauentypischen" Berufen aufzuzeigen. Future Lab ermöglicht Mädchen und Jungen zwischen 13 und 24 Jahren an kostenlosen Sommercamps in Angermünde, Eberswalde und Hennickendorf teilzunehmen, und so in ihre berufliche Zukunft zu schnuppern.

Eingebunden in ein umfangreiches Freizeitprogramm mit Kletterpark, Floßbau, Spaßbad oder Radtour forschen und experimentieren die Jugendlichen und besuchen Firmen der Region. Sowohl die Teilnahme an den Camps als auch die Unterkunft und Verpflegung werden kostenlos angeboten.

Details und Anmeldeoptionen findet man unter www.go-future-lab.de. Für die aktuellen Sommercamps im Juli und August 2017 können sich interessierte Jugendliche gerne noch bei Madlen Bismar, Telefon: 03331 - 29 69 79 10, info@go-future-lab.de bewerben.  red

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