One Billion Rising

One Billion Rising

Mit Tanz und Musik auf Gewalt gegen Frauen und Kinder aufmerksam machen ist sichtlich gelungen. Foto: asc

Warmtanzen gegen Gewalt an Frauen

Hunderte Luftballons stiegen in den Himmel um ein starkes Zeichen für mehr Aufmerksamkeit u.a. gegen häüsliche Gewalt an Frauen und Kindern zu setzen. Foto: asc

Angermünde. Eisige Kälte am Dienstagnachmittag in der Altstadt und trotzdem versammelten sich rund 100 Teilnehmer um ihren Anteil zu haben, an einer der größten - weltweiten Anti-Gewalt-Aktionen unter dem Arbeitstitel One Billion Rising. Es geht darum Gewalt an Frauen und Kindern die "rote Karte" zu zeigen.

Ursprünglich wurde die Aktion bereits 2012 in Yew York ins Leben gerufen, um weltweit kollektive Stärke zu demonstrieren und zu zeigen, wie viele Menschen sich über Grenzen hinweg mit Frauen und Kindern solidarisieren. Und in Angermünde schloss man sich dieser Idee erstmals im Jahr 2012 an, inzwischen entstand sogar eigens eine Projektgruppe und alle Schulen der Stadt machen im Rahmen des Unterrichts und in verschiedenen Workshops mit.

In diesem Jahr hatte sich die Angermünder Projektgruppe den Slogan: "2017 tanzen, trommeln und lachen wir weiter..." ausgedacht. So eröffnete die Trommlergruppe der örtlichen Kunst- und Musikschule lautstark das Treiben auf dem Marktplatz und Bürgermeister Frederik Bewer ließ es sich natürlich auch nicht nehmen der Veranstaltung beizuwohnen.

Gekommen war auch die Uckermark-Gleichstellungsbeauftragte Ute Arnmenat, sie berichtete in ihrer Ansprache das mittlerweile in Deutschland jede vierte Frau ein Opfer von häuslicher Gewalt wird, weltweit ist es sogar jede dritte Frau. Einer traurigen Entwicklung der man energisch und entschieden entgegen treten müsse. In diesem Zusammenhang lobte sie auch die aus ihrer Sicht gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Jungendamt, Frauenhäusern und Seelsorgeeinrichtungen. Daher sei es gut, ein Thema wie dieses auf kreative Art und Weise aus der "Tabuzone" zu holen, wie sie sagte.

Auch die Landespolizei war mit einem Infomobil vor Ort und hatte allerlei Aufklärungsmaterial dabei und konnte Interessierten mögliche Anlaufstellen in Konfliktsituationen benennen. Kritisch wurde durch einige Besucher festgestellt, kaum ein Lokalpolitiker hatte sich zur Aktion in Angermünde sehen lassen.

CDU-Kreisfraktionschef Wolfgang Banditt, er kam eher zufällig vorbei, sagte gegenüber dem BlickPunkt: "Ich bin überrascht was hier auf die Beine gestellt wird, von der Aktion höre ich zum ersten Mal. Eigentlich bin ich mit dem Bürgermeister verabredet um über die Auswirkungen der kommenden Kreisgebietsreform zu reden."

Natürlich - unbestritten auch diese Sache ist dieser Tage ein wichtiges Thema! asc

BlickPunkt Fotostrecke von der Aktion "One Billion Rising"

goo.gl/photos/pvEcDaCu931ADt6P8

Hintergrundinformationen in Wikipedia

de.wikipedia.org/wiki/One_Billion_Rising

Kommentare

  1. User
    Christina Greßmann Angermünde, Mi, 15.02.2017 06:20

    Ein richtig schöner Nachmittag um mit Spaß auf ein ernstes Thema aufmerksam zu machen. Wir, als Projektgruppe, freuen uns über soviel Zuspruch! Eine kleine Anmerkung sei gegönn: Wir haben 200 Ballons verteilt und nicht mal annähernd jeder hatte einen Ballon. Wir schätzen die Teilnehmer sogar auf 300-350. :-) liebe Grüße aus Angermünde und nächstes Jahr wieder!

  2. User
    Jörg Kuschel Angermünde, Mi, 15.02.2017 08:56

    Eine gelungene Veranstaltung der Projektgruppe OBR Angermünde. Der Zuspruch war aus allen Teilen der Uckermark. Templiner, Schwedter, Prenzlauer sowie Angermünder bevölkerten den Marktplatz. Top. Kleine Anmerkung zu den Kommunalpolitikern: Es waren eine Reihe Vertreter von kommunalpolitischen Gremien wie Ausschüssen und Fraktionen der SVV oder des Kreistages vor Ort. Kommunalpolitiker sind nicht nur Fraktionsspitzen, Parteikreisvorsitzende usw.

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