Breitgefächerte wohnortnahe Medizin mit vielen Spezialgebieten

Breitgefächerte wohnortnahe Medizin mit vielen Spezialgebieten

Titelblatt einer GLG-Informationsbroschüre für Patienten. Repro: Blickpunkt

GLG zieht Bilanz des Jahres 2015

Eberswalde.
Auf ihren Neujahrsempfängen in Eberswalde und Prenzlau zog die GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit kürzlich die Bilanz für 2015. Die Unternehmensführung stellte die wichtigsten wirtschaftlichen Ergebnisse, neue Entwicklungen in der medizinischen Versorgung, aktuelle Trends und Perspektiven vor. Mit einem Jahresumsatz von 210,8 Millionen Euro und mehr als 3.000 Beschäftigten ist der GLG-Verbund nicht nur der größte Anbieter von Gesundheitsleistungen im Nordosten Brandenburgs, sondern zugleich der größte Arbeitgeber und ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor der Region. Die  Zielvorgaben des 2013 beschlossenen Konsolidierungsprogramms hat der Konzern, der in kommunaler Trägerschaft geführt wird, auch im zurückliegenden Jahr erfüllt.   Allein die vier Krankenhäuser der GLG sowie die GLG Fachklinik Wolletzsee verzeichneten 2015 zusammen 112.993 stationäre und ambulante Fälle, 2.122 mehr als im Vorjahr. Bei Operationen erhöhte sich die Zahl um 260 auf 16.289. Die Nachfrage nach medizinischen Leistungen entwickelte sich auf dem schon erreichten hohen Niveau der Vorjahre auch 2015 weiter. Hintergrund dafür sind die zunehmenden Möglichkeiten der Medizin und das wachsende Durchschnittsalter der Bevölkerung.   Abseits von Großstädten ist der Trend besonders deutlich: Die Zahl älterer, chronisch erkrankter und multimorbider Patienten steigt. Für die GLG bedeutet das mehr Leistungen in geriatrischen Bereichen sowie bei Erkrankungen mit deutlichem Bezug zum Alter, zum Beispiel Herz-Kreislauf-Probleme, Gefäßveränderungen und Gelenkverschleiß, und dazu der Ausbau von Spezialisierungen auf Gebieten wie Schlaganfall, Diabetes oder Onkologie. Entsprechend haben die Gesundheitseinrichtungen der GLG 2015 ihr Spektrum zielgerichtet erweitert. Dabei wurde neben der Gewährleistung einer möglichst breitgefächerten medizinischen Versorgung zugleich die Etablierung von Medizinischen Zentren vorangebracht. GLG-Geschäftsführerin Dr. Steffi Miroslau brachte die strategische Zielrichtung auf den Punkt: „Wir streben nach einer breiten Vielfalt der medizinischen Versorgung und das möglichst wohnortnah. In ausgewählten Bereichen werden fachliche Spezialisierungen etabliert und erweitert.“   Zu den bereits bestehenden Medizinischen Zentren kamen 2015 das Notfallzentrum und das Tumortherapiezentrum am Werner Forßmann Krankenhaus in Eberswalde hinzu. Dabei wurde durch einen Kooperationsvertrag mit der Charité Berlin auch die fachliche Nähe zur Universitätsmedizin weiter gestärkt. Seit vielen Jahren ist das Werner Forßmann Krankenhaus Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité. Durch fachlichen Austausch über die GLG hinaus und durch die Vernetzung der Kliniken und Standorte innerhalb des GLG-Verbunds, auch auf der Basis von Telemedizin, ist z.B. das neue Tumortherapiezentrum in der Lage, 80 bis 90 Prozent aller Patienten mit Krebserkrankungen umfassend zu behandeln.   Zu den erfolgreich umgesetzen strategischen Zielen gehört auch der Ausbau teilstationärer Bereiche. So wurde in Templin eine neue Psychiatrisch-psychotherapeutische Tagesklinik eröffnet. Damit ist die GLG einen weiteren Schritt zur flächendeckenden gemeindenahen Versorgung mit tagesklinischen Angeboten gegangen und verfügt nun an insgesamt sieben Standorten in den Landkreisen Barnim und Uckermark darüber.   Ein Novum für Brandenburg ist die Tagesklinik für Neurologie in Eberswalde. Sie wurde bereits im Herbst 2014 in einer Pilotphase gestartet und im Mai 2015 im Rahmen einer Fachtagung der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg, Diana Golze, wertete sie als beispielgebenden innovativen Vorstoß zu einer flexibleren Gesundheitsversorgung für chonisch Erkrankte.   Durch die Verbindung stationärer, teilstationärer und ambulanter Leistungsbereiche der GLG entstehen durchgehende, koordinierte Behandlungswege für die Patienten – von der Arztpraxis oder der Notfallaufnahme, über den stationären Aufenthalt im Krankenhaus, bis hin zur medizinischen und psychosozialen Rehabilitation, Nachbehandlung und häuslichen Pflege. Dies ist ein wesentlicher Vorteil, den der Verbund der GLG-Einrichtungen bietet: die Möglichkeit der medizinischen Rundumversorgung aus einer Hand mit sektorübergreifender Behandlung in hoher Qualität und bei gleichzeitiger Erschließung von Synergien in fachlicher und ökonomischer Hinsicht.   Dabei steht die GLG vor der Herausforderung, in allen Bereichen hohe Qualitätsnormen zu erfüllen – durch fachliche Kompetenz, Gewährleistung der geforderten Sicherheitsstandards, Kundennähe und Nachwuchssicherung. Zertifizierungen durch externe Institute sind ebenso unentbehrlich wie der Vergleich von Qualitätskennzahlen mit anderen Gesundheitsunternehmen in Deutschland – was durch die Mitgliedschaft und Mitwirkung der GLG-Krankenhäuser im Clinotel-Verbund kontinuierlich erfolgt.   Den steigenden Ansprüchen der Patienten werden die GLG-Einrichtungen außer durch hohe Maßstäbe in der Behandlung auch durch erweiterte Angebote – wie bei der Ernährung oder beim Komfort – und mit speziellen Wahlleistungen gerecht.   Zur Nachwuchssicherung trägt das GLG-Stipendium bei, das 2015 zum 46. Mal vergeben wurde. Derzeit erhalten 25 Medizinstudentinnen und -studenten das besondere Stipendium, das mit einer mindestens dreijährigen Tätigkeit der Absolventen in GLG-Einrichtungen nach dem Studienabschluss gekoppelt ist. Mehr als ein Dutzend ehemaliger GLG-Stipendiaten arbeiten bereits in GLG-Einrichtungen. Zur Förderung des Nachwuchses in nichtärztlichen Fachberufen hat die GLG die Zahl der Ausbildungsplätze, insbesondere im Pflegebereich, erhöht und bietet mittlerweile ein Spektrum von 18 verschiedenen Gesundheitsberufen zur Ausbildung an, die auf der ersten GLG-Berufemesse im vergangenen Frühjahr vorgestellt wurden. Die zweite GLG-Berufemesse wird am 15. April 2016 in Eberswalde stattfinden. Mit Schulen wurden Kooperationsverträge geschlossen, die dazu beitragen, Schülerinnen und Schüler möglichst früh bei ihrer Berufswahl zu unterstützen und ihnen realitätsbezogene Praktika anzubieten.   2015 war außerdem ein Multijubiläumsjahr der GLG – mehrere Einrichtungen hatten Anlass, auf ihre Entwicklung zurückzublicken und dies zur Präsentation ihrer Leistungen zu nutzen. Im Mittelpunkt standen das 150. Jubiläum des Martin Gropius Krankenhauses, das 120. Jubiläum des Werner Forßmann Krankenhauses und das 25. Jubiläum der GLG Fachklinik Wolletzsee. Für 2016 sind schon weitere Jubiläen in Sicht: Am 10. Juni blickt das REHAZENT in Eberswalde auf sein 20-jähriges Bestehen zurück, und am 22. Juni feiert das Krankenhaus Angermünde den 120-sten Jahrestag seiner Gründung.   Wirtschaftlich sieht die GLG-Unternehmensführung in diesem Jahr dem erfolgreichen Abschluss der Konsolidierung entgegen und bereitet sich auf die neue, daran anschließende Optimierungsphase vor. Dr. Jörg Mocek, kaufmännischer Geschäftsführer der GLG, hob zwei wichtige wirtschaftliche Erfolgsmarken besonders hervor: „Die Liquidität des GLG-Verbundes konnte gegenüber 2013 um 50 Prozent gesteigert werden, und das Defizit des MSZ Uckermark, zu dem auch die Krankenhäuser Prenzlau und Angermünde gehören, wurde um 80 Prozent abgebaut. Bis Ende des Jahres 2016 wird aller Voraussicht nach kein Unternehmen der GLG mehr im Minusbereich arbeiten.“   In allen Teilen des Verbunds gibt es anspruchsvolle Vorhaben. Dazu zählen beispielsweise die Einführung der Psychosomatik, verbunden mit Erweiterung der Bettenzahlen im Martin Gropius Krankenhaus, die Gründung eines Lungenzentrums am Krankenhaus Angermünde, der Aufbau eines zertifizierten Epilepsiezentrums am Martin Gropius Krankenhaus, die Entwicklung des Kreiskrankenhauses Prenzlau zum Gesundheitszentrum unter Einbeziehung von Partnern der Region auf der Basis eines gemeinsamen Medizinkonzepts, die Einrichtung einer geriatrischen Tagesklinik am Kreiskrankenhaus Prenzlau, der Ausbau von Präventionsangeboten und Disease Management Programmen (DMP) sowie Angeboten der ambulanten geriatrischen und palliativmedizinischen Versorgung in den GLG-Arztpraxen und vieles mehr.  

Neben ihrer Kernaufgabe – der Sicherung der medizinischen Versorgung in der Region – nimmt die GLG auch soziale Verantwortung zum Beispiel durch Mitwirkung im Verein damus e.V. oder im Rahmen des Netzwerkes Gesunde Kinder wahr und leistet mit regelmäßigen Informationsveranstaltungen wie dem „Bürgerforum“ in Prenzlau und dem „Medizinischen Dienstag“ in Eberswalde einen Beitrag zur Aufklärung über Gesundheitsrisiken und zur Prävention.

red

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