Jagdbericht des Landes Brandenburg

Das Agrar- und Umweltministerium teilt mit

Potsdam.

Die aktuell verfügbaren Daten der Obersten Jagbehörde und des Landesbetriebs Forst Brandenburg werden im „Jagdbericht des Landes Brandenburg 2014/2015 und Zusammenfassung des Jagdjahres 2013/2014“ präsentiert, der ab heute in seiner Online-Fassung über die Internetseite des Brandenburger Agrar- und Umweltministeriums abrufbar ist.  

Der bisherigen Struktur folgend, erläutert der Bericht die Organisation im Jagdwesen und die Zusammensetzung der Jägerschaft. Er gibt Hinweise auf die aktuelle Landnutzung und informiert über die Entwicklung der Jagdstrecken sowie über Änderungen im Jagdrecht. Allein vor dem Hintergrund der Wildschadensproblematik, sowohl im Wald als auch auf landwirtschaftlichen Flächen, aber ebenso mit Blick auf die notwendige Wildseuchenprävention kommt im Land der Schalenwildstrecke eine wichtige Bedeutung zu. Der Adressteil bietet Hilfe für alle, die selbst die Jagd ausüben, oder Fragen zur Jagd in Brandenburg haben.  

Monitoring an Wildtierpassagen 

Auch der vorliegende Jagdbericht enthält über den jagdstatistischen Teil hinaus wieder zusätzliche Kapitel zu verschiedenen Einzelthemen wie zur Wiederansiedlung des Auerhuhns in der Niederlausitz oder zur Wirkung der Grünbrücken an den Autobahnen 9, 12 und 13. Außerhalb des hier ausgewerteten Monitorings kreuzt eine vierte Wildbrücke die A 11 nördlich von Joachmisthal. An der A 9 bei Niemegk konnten in einem Untersuchungszeitraum von 20 Monaten per Videoüberwachung 3.691 Tiere aus 13 Arten gezählt werden. Dies entspricht sechs Querungen pro Tag. An der A 13 bei Teupitz wurden in 25 Monaten 2.012, ebenfalls von 13 Arten, festgestellt (drei Tiere pro Tag). An der A 12 bei Briesen wurden für einen Beobachtungszeitraum von zehn Monaten 1.153 Tiere von neun Arten ermitteln (vier Querungen am Tag).  

Hauptverkehrszeit in der Dunkelheit  

Der größte „Verkehr“ wird nachts festgestellt. Dann zieht die Mehrheit der Wildtiere ruhig und gemütlich äsend über die Wildbrücken. Neben einem einzelnen  Elch, Rot-, Dam-, Schwarz- und Rehwild wurden die Wildbrücken für Kraniche, Krähen und Störche zum Nahrungshabitat. Allerdings verzeichnen alle Kameras die – verbotene – Passage durch Menschen: Durchschnittlich wurden monatlich zwischen 23 und 31 Störungen durch ungebetene Besucher registriert. Insbesondere Autos, freilaufende Hund und Reiter gefährden die Funktion der Grünbrücken als sichere Wildtierpassagen über Autobahnen.   

red

Jagdbericht im Internet: www.mlul.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.432164.de

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