Breite Unterstützung für Schutz von Greifvögeln

Ministerin Hendricks nimmt Petition des NABU entgegen

Wanderfalke Foto: Mike Baird. wikipedia

Berlin/Uckermark.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat heute eine Petition des Naturschutzbunds NABU gegen die illegale Verfolgung von Greifvögeln entgegen genommen. Die Petition, die sich an die Umwelt- und Innenminister der Länder und des Bundes richtet, wurde laut NABU von 46.600 Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet.

Hendricks sagte zu, sich für einen effektiveren Schutz von Greifvögeln einzusetzen. Hendricks: "Auch in Deutschland werden immer noch viel zu viele Greifvögel illegal getötet. Das muss sich ändern. Adler, Milane, Falken, Habichte und die anderen Greifvögel brauchen unseren Schutz. Wir haben die nötigen Gesetze, aber deren Durchsetzung kann und muss noch besser werden. Wo es nötig ist, wird sich das Bundesumweltministerium für einen effektiveren Vollzug einsetzen."

Das Bundesumweltministerium fördert seit 2015 und bis 2018 ein vom "Komitee gegen den Vogelmord" durchgeführtes Projekt namens "EDGAR" (Erfassungs- und Dokumentationsstelle Greifvogelverfolgung und Artenschutzkriminalität), um bundesweit zu ermitteln, wie groß das Ausmaß der illegalen Greifvogelverfolgung in Deutschland ist. Analysiert werden soll zudem, mit welchen Maßnahmen sich die Greifvögel effektiver schützen lassen. Auf dieser Faktenbasis können dann weitere Gespräche mit den Ländern geführt werden. Für den Vollzug der Naturschutzregeln sind die Länder zuständig. Als vorbildlich gilt dabei Nordrhein-Westfalen, wo das zuständige Umweltministerium eine Stabsstelle zur Bekämpfung von Umweltkriminalität geschaffen hat, die sich auch um die Strafverfolgung von Greifvogeldelikten kümmert.


Siehe auch folgenden Blickpunkt-Beitrag:

www.blickpunkt-brandenburg.de/nachrichten/archiv/artikel/41566

red

Weitere Informationen und Beratungsangebote zum Thema finden Sie auf der EDGAR-Projektseite
www.greifvogelverfolgung.de :

"Mit Gift, Fallen und Schrot gegen Krummschnäbel

Greifvögel wie Mäusebussarde und Habichte werden von manchen Geflügelhaltern und Jägern in Deutschland immer noch als lästige Konkurrenz empfunden. Während es viele dabei belassen, sich über die ungeliebten "Krummschnäbel" zu ärgern, greifen andere illegal zu Gift, Fallen und Abschuss, um sich der Beutegreifer zu entledigen. Obwohl alle Arten unter Schutz stehen und schon seit den 1970er Jahren nicht mehr bejagt werden dürfen, ist die Greifvogelverfolgung bis heute an der Tagesordnung. ...

Das Projekt EDGAR – Erfassungs- und Dokumentationsstelle Greifvogelverfolgung und Artenschutzkriminalität – wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums unterstützt. Mitarbeiter des Komitee gegen den Vogelmord dokumentieren alle bekannt gewordenen Fälle illegaler Greifvogelverfolgung in Deutschland, erstatten Strafanzeigen, beraten Finder, Zeugen und Behörden, bieten Vorträge an und recherchieren vor Ort.

Auf dieser Internetseite stellen wir das Projekt vor und informieren über den gesamten Themenkomplex. Sie finden eine Übersicht über die gängigen Methoden illegaler Greifvogelverfolgung, wir geben Naturfreunden und Behörden Tipps, wie Greifvogelverfolgung zu erkennen ist und zeigen auf, wie Geflügehalter und Taubenzüchter ihre Tiere vor Greifvögeln schützen können. Darüber hinaus stellen wir alle einschlägigen Gesetze zum Thema vor und bieten Ihnen Veröffentlichungen zum Download an.

Ein zentraler Baustein dieser Seite ist unser Meldeformular, mit dem Sie uns Ihnen bekannt gewordene Fälle von Greifvogelverfolgung melden können. Unsere Experten stehen bereit, um Sie zu beraten, bei der Erstattung von Strafanzeigen zu helfen und - wenn gewünscht oder nötig - vor Ort zu recherchieren."

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