Brandenburger Betriebe in der Bio-Halle

Öko-Obst und Gemüse wachsen überpoportional

Berlin/Uckermark.

Brandenburg ist mit dem Saarland und Hessen Spitze beim ökologischen Landbau. 2015 wurden 767 erzeugende Öko-Betriebe im Land angemeldet. Damit wirtschaften 14,2 Prozent der 5.400 Agrarbetriebe im Land ökologisch.  

Die Zahlungen für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, dazu zählt der Ökolandbau, dürfen nur die zusätzlichen Kosten oder entgangenen Einnahmen ausgleichen, die durch freiwillige Verpflichtungen oder Auflagen verursacht werden und vorgeschriebenen Anforderungen an die Bewirtschaftung beziehungsweise an Haltungsverfahren übertreffen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn geringere Erträge in Folge der Reduzierung der Düngung, den Verzicht auf die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln oder einem späteren Erntezeitpunkt erzielt werden. Alle Maßnahmen tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei, schützen den Boden und gewährleisten somit langfristig die Bodenfruchtbarkeit. Durch eine geringere Intensität bei der Bewirtschaftung und Obergrenzen der bei der Tierhaltung verringert sich auch die Belastungen für das Grundwasser durch weniger Nitrat- und Pestizideintrag.  

Standen am Ende der abgelaufenen Förderperiode 113.000 Hektar Flächen im Ökolandbau, hat Brandenburg durch die verbesserten Förderansätze in der neuen Förderperiode bereits erreicht, dass die Ökofläche weiter gestiegen ist. Landesweit waren 2015 136.223 Hektar für eine Bewirtschaftung nach der EU-Ökoverordnung angemeldet. Das entspricht 12,9 Prozent der Ökofläche der gesamten Bundesrepublik. Für die Umstellung auf die ökologische Produktion ab 2016 haben zusätzlich 80 Betriebe für eine Fläche von 6.700 Hektar einen Neuantrag gestellt.  

"Der durchschnittliche Öko-Betrieb in Brandenburg verfügt über 198 Hektar.   Die Entwicklung der Unternehmen stellt sich von 2005 bis 2016 positiv dar. Die Prämiensätze sind wesentlich erhöht worden, aber auch der bessere Zugang zur Ökoförderung, besonders in NATURA-2000-Gebieten, wirkt sich aus.   In Brandenburg wurden 2015 rund 770 Hektar Öko-Gemüse angebaut. Die Fläche erhöht sich 2016 nochmals um 132 Hektar.   In Brandenburg wurden 2015 Dauerkulturen in einem Umfang von 824 Hektar nach Regeln des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. 2016 kommen weitere 96 Hektar hinzu.", so das Bundesumweltministerium.

red

Kommentar schreiben

comment

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Pflichtfelder sind markiert mit*

Weitere Nachrichten aus Uckermark

Kreistagskritik an Reformplänen
Uckermark

Kreistagskritik an Reformplänen

Die Unternehmervereinigung Uckermark begrüßt die Stellungnahme des Kreistages, mit der das Gremium am 15. März die Gesetzentwürfe der Landesregierung zur geplanten Kreisgebietsreform abgelehnt hat. "W...

Segler der Uckermark
Lychen

Segler der Uckermark

Tanzen können die Seglerinnen und Segler der Uckermark auch. Das haben sie am 17. März im Sportbistro Easy in der Lychener Pannwitzallee 1 bewiesen. Dort trafen sich etwa 40 aktive Seglerinnen und...

Bahnhof Tantow
Tantow

Bahnhof Tantow

Ein Stückchen Geschichte der Eisenbahnlinie „Stettiner Bahn“ verschwindet dieser Tage peu á peu. Das Empfangsgebäude sowie Eisenbahnerwohnungen und auch ein Dienstgebäude des Grenzschutzes werden...

Deutlich mehr politische Straftaten im Jahr 2016
Potsdam

Deutlich mehr politische Straftaten im Jahr 2016

Im Jahr 2016 gab es wesentlich mehr politisch motivierte Straftaten in Brandenburg. Wie Innenminister Karl-Heinz Schröter und Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke am Mittwoch bei der Vorstellung der...

Mehr Geld für ostdeutsche Stahlwerker
Potsdam

Mehr Geld für ostdeutsche Stahlwerker

Die Tarifvertragsparteien in der ostdeutschen Stahlindustrie haben sich in der zweiten Verhandlungsrunde am 21. März auf einen Tarifabschluss geeinigt. Demnach steigen die Entgelte für die rund...