Finanzierung der Naturwacht für die nächsten fünf Jahre weitgehend gesichert

Rahmenvereinbarung für die Naturwacht Brandenburg

Manfred Lütkepohl, Leiter der Naturwacht Brandenburg (Foto: Naturwacht)

Potsdam/Uckermark.

Mit Beginn des neuen Jahres wurde eine neue Rahmenvereinbarung für die Naturwacht Brandenburg unterzeichnet.  Die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg und das Umweltministerium haben damit die Finanzierung der Naturwacht für die nächsten fünf Jahre "weitgehend gesichert", wie es in einer Pressemitteilung heißt.


Mit der unterzeichneten Rahmenvereinbarung ist der größte Teil der zur Finanzierung der Naturwacht benötigten Mittel abgedeckt. Die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg als Träger der Naturwacht erhält für deren Arbeit in den nächsten fünf Jahren jährlich rund 4,5 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt. Daneben wird die Naturwacht auch künftig Drittmittel über Projekte einwerben müssen.  
Im Kern regelt die beschlossene Vereinbarung die partnerschaftliche Zusammenarbeit der Naturwacht mit den Verwaltungen der 15 Nationalen Naturlandschaften in Brandenburg. Die rund 90 Ranger der Naturwacht Brandenburg nehmen in enger Abstimmung mit den Verwaltungen zahlreiche Aufgaben in den Nationalen Naturlandschaften wahr. Dabei sind sie sind vor allem in den Bereichen Umweltbeobachtung, Arten- und Biotopschutz sowie Umweltbildung aktiv.  


Mit Führungen wie etwa beim Konzertfrühling oder den Ranger-ErlebnisTouren begeistern sie Einheimische und Touristen in den Ländlichen Räumen Brandenburgs. Zudem betreuen die Ranger Arbeitsgemeinschaften von Schülern und bieten Projekttage für Schulen an. Ihr anerkanntes Juniorranger-Programm bietet Kindern interessante Einblicke in die heimische Natur.  


Mehr als 400 ehrenamtlich engagierte „Freiwillige“ unterstützen die Ranger bei ihren Aktivitäten. Gebietskontrollen, bei der eklatante Verstöße gegen die Umwelt und Natur erfasst und weiter geleitet werden, ist ebenfalls eine Aufgabe der Ranger Brandenburgs. 

red

" Mit seinen 15 Großschutzgebieten hat das Land Brandenburg auf rund 30 % der Landesfläche Modellregionen für eine umweltgerechte Regionalentwicklung geschaffen. Zur Betreuung dieser Schutzgebiete gemeinsam mit den zuständigen Verwaltungen wurde 1991 die Naturwacht Brandenburg aufgebaut.

Die Mitarbeiter haben sich seitdem systematisch weitergebildet und erwarben unter anderem den Abschluss als staatlich geprüfte Natur- und Landschaftspfleger.

1997 wurde die Naturwacht der Landesstiftung NaturSchutzFonds Brandenburg angegliedert und hat sich seitdem gemäß ihres Mottos "Mittler zwischen Mensch und Natur" zu einer modernen Dienstleistungsorganisation entwickelt.

Das breite anspruchsvolle Aufgabenspektrum der Ranger reicht von naturkundlichen Daueruntersuchungen bis zur Mitarbeit im Ganztagsschulangebot des Landes. Durch die Unterhaltung umfangreicher Besuchereinrichtungen, die Betreuung von Informationszentren und die Organisation zahlreicher Veranstaltungen stärkt die Naturwacht den Tourismus in den Großschutzgebieten.Erlebnisgaranten sind naturkundliche Führungen der Ranger und hier insbesondere die Ranger-ErlebnisTouren.

Im Rahmen ihrer kontinuierlichen Arbeit mit Jugendgruppen, den Junior Rangern, weckt und fördert sie Interesse und Engagement für Natur- und Umweltschutz. Für ihr Junior Ranger-Programm und den Ansatz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" wurde die Naturwacht Brandenburg mehrfach von den Vereinten Nationen ausgezeichnet.

Mit naturkundlichen Kartierungen in Natura 2000-Gebieten gewährleisten die Ranger die Erfüllung von Pflichtaufgaben des Landes gegenüber der Europäischen Union.

Durch ihr gemeinsam mit EUROPARC-Deutschland getragenes Freiwilligen-Programm mobilisiert sie hoch geschätztes bürgerschaftliches Engagement."

Manfred Lütkepohl
Leiter Naturwacht Brandenburg

(Quelle: www.naturwacht.de)

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