Liveübertragung einer Operation

Chefarzt aus Marseille operiert gemeinsam mit Olaf Schega

v.l.n.r. Oliver Christen (Fa. Ethicon), Brigitte Scharmach, Dr. Olaf Schega, Prof. Pascal Alexandre Thomas, Dr. Mahmoud Ismail.Foto: Jörg-Peter Bensch

Treuenbrietzen. Krankenhausgeschäftsführerin Brigitte Scharmach und der Chefarzt der Thoraxchirurgie in Treuenbrietzen, Dr. Olaf Schega, begrüßten Mitte Februar Gäste in ihrem Haus. Darunter war der führende Thoraxchirurg Frankreichs und Präsident der französischen Gesellschaft für Herz,- Gefäß,- und Thoraxchirurgie, Prof. Pascal Alexandre Thomas, von der Universität Marseille.

Gemeinsam wollten die beiden Spezialisten, unterstützt von Dr. Mahmoud Ismail als verantwortlicher Koordinator des Thoraxzentrums der Charité, in video-assistierten thoraskopischen Lobektomien (VATS-Lobektomie) bei Patienten krebskrankes Lungengewebe anatomisch entfernen. Dabei kamen unterschiedliche OP-Techniken zum Einsatz: Minimalinvasiv über drei kleine Öffnungen oder ganz innovativ über nur einen Zugang. Die Operation erfolgt unter hochauflösender Kamera-Sicht (HDTV). Mit einer Videokamera wird dabei die OP auf bis zu vier Monitore, hochauflösend, zum Teil schon in 3-D-Technik übertragen und der Chirurg kann das entsprechende Gebiet einsehen.

Minimal-invasive Lungenresektionen sind technisch anspruchsvoller als offene Standardoperationen.
Die Thoraxchirurgie im Johanniter-Krankenhaus verfügt über die erforderliche hochwertige technische Ausstattung und ist darüber hinaus in der Lage, über ein Videokonferenz-System Operationen live zu übertragen. Dies war der Grund für den hochkarätigen Besuch. Die Arbeit der Operateure in Treuenbrietzen konnten knapp 70 Ärzte des zeitgleich stattfindenden 1. Thoraxsymposiums 2016 auf der Leinwand im Schulungszentrum der Charité in der Berliner Scharnhorststraße verfolgen.
So war es möglich, den aktuellen Stand der operativen Techniken darzustellen, Tipps und Tricks zu diskutieren und Perspektiven für die Zukunft verschiedener Techniken in der Thoraxchirurgie zu entwickeln.

Dem Patienten bringt eine minimal-invasive Operationstechnik deutliche Vorteile. Die Spreizung der Rippen und die damit einhergehenden Irritationen werden vermieden. Der Patient benötigt demzufolge weniger Schmerzmittel, denn der Eingriff verursacht deutlich weniger Schmerzen. Durch frühe Mobilisierung und eine schnellere Erholung der Atemfunktion kommt es zu geringeren Komplikationen.
Die Patienten können das Krankenhaus früher verlassen und sind nach einer kurzen Reha-Maßnahme wieder arbeitsfähig.
Der Gast auf Frankreich war von der Technik und den Mitarbeitern sehr angetan. Es war sicher nicht sein letzter Besuch in Treuenbrietzen. Jörg-Peter Bensch

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