Außenstelle der Zentralen Ausländerbehörde im Behördenzentrum B in Wünsdorf

Tag der offenen Tür stieß auf großes Interesse

Viele Menschen kamen zum Tag der offenen Tür der Außenstelle der Zentralen Ausländerbehörde im Behördenzentrum B in Wünsdorf. Foto: PstZo

Wünsdorf. Rund 1.000 interessierte und neugierige Bürger folgten am Donnerstag, dem 28. Januar, der Einladung des brandenburgischen Innenministeriums zum Tag der offenen Tür in der neuen Außenstelle der Zentralen Ausländerbehörde im Behördenzentrum B in Wünsdorf. In der kommenden Woche sollen laut Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) die ersten Asylbewerber ankommen. In drei neu hergerichteten Häusern und einer Wohncontainer-Anlage können nach Angaben des Ministeriums knapp 1.000 Flüchtlinge Platz finden. Auch Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber, der Vorsitzende der Zossener Stadtverordnetenversammlung, Olaf Manthey, sowie Stadtverordnete verschiedener Fraktionen nahmen die Gelegenheit wahr, sich ein Bild von der künftigen Unterbringung der Asylbewerber am Standort Wünsdorf zu machen.

Untere anderem Mitarbeiter des DRK führten die Bürger nacheinander in Gruppen durch die bereits fertiggestellten Einrichtungen. Angesichts des großen Interesses der Bevölkerung kam es zeitweise zu Wartezeiten. Zum ersten, nun fertiggestellten Bauabschnitt gehört auch die Einrichtung einer provisorischen Kantine für die Versorgung der Flüchtlinge. Dort gab es nach dem Rundgang für die Besucher auch einen kleinen Imbiss. Eines der jetzt umgebauten Häuser ist laut Innenministerium speziell für die Unterbringung von Familien, Frauen mit Kindern und allein reisenden Frauen vorgesehen. „Durch den neuen Standort steigt die Zahl der belegbaren Erstaufnahmeplätze in Brandenburg auf rund 6.400. Vorgesehen ist der Ausbau auf insgesamt 10.000 Plätze“, heißt es in einer Pressemitteilung des Innenministeriums. Betreiberin der Außenstelle Wünsdorf ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK), dessen Kreisvorsitzender Harald-Albert Swik ebenfalls vor Ort war. Die Bewachung der Liegenschaft erfolgt durch die Firma City Schutz GmbH.

Wie während des Rundgangs zu erfahren war, durchlaufen Flüchtlinge, die in Wünsdorf untergebracht werden, zuvor in Eisenhüttenstadt das Registrierverfahren. Die medizinische Erstuntersuchung der Flüchtlinge erfolgt durch die Krankenhäuser in Königs Wusterhausen und Lübben. „Außerdem soll auf dem Gelände ein Röntgencontainer aufgestellt werden, in dem Röntgenaufnahmen der Lunge vorgenommen werden können“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

In einem zweiten Bauabschnitt sollen in Wünsdorf dann bis zum Jahresende weitere 411 Plätze sowie zwei Speisesäle entstehen. Der dritte Bauabschnitt, der im April 2017 abgeschlossen sein soll, umfasst die Schaffung von zusätzlich 277 Unterbringungsplätzen sowie die Erweiterung der Kantine um einen dritten Speisesaal. Ferner werden noch ein Kinderspielplatz und ein Sportplatz auf dem Außengelände gebaut. „Nach Abschluss des kompletten Umbaus soll die Außenstelle Wünsdorf eine Kapazität von rund 1.700 Plätzen haben. Die Kosten der Herrichtung der Liegenschaft sind nach Angaben des Innenministeriums mit rund 35 Millionen Euro veranschlagt. PStZo

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