Ostdeutsche Sparkassenstiftung fördert Fotoausstellung im Potsdam Museum

Ostdeutsche Sparkassenstiftung fördert Fotoausstellung im Potsdam Museum

Kuratorin Judith Granzow, Patricia Werner von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Museumsdirektorin Jutta Götzmann und Andrea Aulich von der MBS (v.r.) präsentieren zwei Werke von Max Baur. Foto: sg

Der besondere Blick des Fotokünstlers Max Baur

Potsdam. Ein Paradies für seine Kamera nannte der Fotograf Max Baur Potsdam, so sehr war er von der Architektur der Stadt begeistert. Passend zum 1.025. Jubiläumsjahr der Stadt zeigt nun das Potsdam Museum ab 13. April eine neue Sonderausstellung mit Aufnahmen des Fotokünstlers und vermittelt einen völlig neuen Eindruck der Stadt vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Unterstützt wird das Projekt von der Ostdeutschen Sparkassensstiftung und der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, die vor allem die Produktion des umfangreichen und sehr ansprechend gestalteten Begleitkatalogs finanzieren.

Etwa 300 Fotografien unterschiedlicher Formate zeigt das Haus bis zum 26. August auf zwei Etagen. Darunter seine zwar auch etliche Kontaktabzüge, erklärte Kuratorin Judith Granzow am Dienstag vor Journalisten, aber das Museum komme trotzdem nahe an seine Grenzen mit einer so umfangreichen Schau, bestätigte Museumsdirektorin Jutta Götzmann. Max Baur habe "mit Licht gezeichnet" und über eine große Liebe zum Detail verfügt, deshalb sei diese Ausstellung absolut förderwürdig gewesen, betonte die stellvertretende Geschäftsführerin der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Patricia Werner.

Die Stiftung der im ostdeutschen Sparkassenverband zusammengeschlossenen Sparkassen der Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt fördert seit 1995 ausgewählte Projekte von hoher Qualität. Das Werk Max Baurs stelle das Gedächtnis der Stadt dar und Zeugnisse aus alten Zeiten seien notwendig, um die Entwicklung der Stadt zu verstehen, so Werner weiter.

Ein großer Teil der für die Retrospektive ausgewählten Fotografien stammt aus der eigenen Sammlung des Potsdam Museums mit rund 1.000 Abzügen, die im Anschluss an eine erste Ausstellung mit Max Baurs Werken im Jahr 1991 am gleichen Ort aufgebaut werden konnte. Der 1898 geborene Baur stammte aus Wernigerode im Harz, wo er zunächst eine Buchhändlerlehre absolvierte. Ab 1924 lernte er die Fotografie und legte 1930 die Meisterprüfung ab. Vier Jahre später zog er nach Potsdam und eröffnete ein eigenes Atelier. Bis 1953 blieb er in der Stadt, dann zog es die Familie nach Bayern, wo Max Baur einen Neuanfang wagte. Heute verwaltet seine Enkelin Antonia Gottwald sein Archiv. Sie wird am 13. April zu einer Lesung im Museum erwartet. sg


Ausstellung "Potsdam, ein Paradies für meine Kamera. Max Baur. Fotografie" vom 13. April bis 26. August 2018 im Potsdam Museum. Begleitkatalog mit 111 Bildtafeln zum Preis von 24,95 Euro in Vorbereitung.

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