Verfemter Expressionist im Potsdam Museum

Verfemter Expressionist im Potsdam Museum

Kunsthistorikerin Rachel Stern (l.) und Museumsdirektorin Jutta Goetzmann vor Fritz Aschers Bild "Golgatha". Foto: sg

Erste Werkschau Fritz Aschers an drei Orten

Potsdam. Eine große Kooperation zwischen dem Potsdam Museum, dem Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Berliner Villa Oppenheim und der Gedenkstätte Lindenstraße macht es möglich: Alle drei Orte beschäftigen sich bis zum Frühjahr mit dem expressionistischen Maler Fritz Ascher, der als Berliner Jude verfolgt war, es aber geschafft hat, mithilfe von Freunden in Steinstücken und Neubabelsberg zu überleben.

Als expressionistischer Maler war Ascher in Vergessenheit geraten, bis ihn die deutsch-amerikanische Kunsthistorikerin Rachel Stern vor 30 Jahren zufällig entdeckte und neugierig wurde. Sie begann, in diversen Archiven zu recherchieren und nahm Kontakt mit Sammlern auf. Selbst ehemalige Nachbarn und Familienmitglieder des 1970 verstorbenen Künstlers konnte Rachel Stern treffen. Am Ende der Recherchen hat es die Kunsthistorikerin geschafft, eine Werkschau des Expressionisten zusammen zu stellen.

Im Potsdam Museum ist sein Frühwerk zu sehen, die Villa Oppenheim zeigt die späten Gemälde Fritz Aschers. In der gedenkstätte Lindenstraße 54 wird parallel die Geschichte des Polizeigefängnisses Priesterstraße aufgearbeitet, in dem Ascher zeitweilig inhaftiert war. sg

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