Stadt- und Landesbibliothek zum Deutschen Lesepreis nominiert

Stadt- und Landesbibliothek zum Deutschen Lesepreis nominiert

Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum. Foto: Pro Wissen Potsdam e.V.

Herausragendes kommunales Engagement in der Leseförderung für deutsche und fremdsprachige Kinder

Potsdam. 36 Projekte in vier Kategorien umfasst die Shortlist für den Deutschen Lesepreis 2017. Ausgewählt wurden sie aus 281 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet. In der Kategorie "Herausragendes kommunales Engagement in der Leseförderung" ist die Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum Potsdam mit dem Projekt "Wie kommt das W in den Baum" nominiert.

Zum Thema "Wie kommt das 'W' in den Baum? Eine Buchstabenreise durch Potsdam" gingen geflüchtete und deutsche Kinder auf Exkursionen um Buchstaben in ihrer Stadt zu entdecken. In Bäumen, Mauerritzen, Uferschwüngen, an Häusern oder Gebäuden. Am Himmel, auf dem Boden oder auch in Augenhöhe. Gemeinsam waren sie mit Tablets auf Spurensuche, lernten ihre gemeinsame Heimatstadt buchstäblich anders kennen und fotografierten ihre Funde.

In Gruppenarbeit wurden die Fundorte dokumentiert und die Buchstabenbilder digital verwandelt: Künstlerisch und literarisch. Es wurde geschrieben, vorgelesen, gemalt, erzählt und gebastelt, Collagen zusammengestellt und Bilder gestaltet. In der Bibliothek wurde über regionale Fundorte der Buchstaben recherchiert. Während des ersten Projektdurchganges im Herbst 2016 entstand als Ergebnis eine gemeinsam gestaltete Tafel-Ausstellung, die durch den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam eröffnet und präsentiert wurde.

Im zweiten Projektdurchgang Im Frühsommer 2017 erarbeiteten die Kinder ein gemeinsam gestaltetes Buch mit Geschichten und Gedichten, Buchstabenrätseln, Wort- und Bildcollagen sowie selbst geschriebenen, sehr persönlichen Steckbriefen der Kinder. Alle abgedruckten Texte und Arbeiten entstanden auf der Grundlage der selbst gefundenen Buchstabenbilder der Kinder. Das Leseförderungsprojekt entstand in Förderung von "Kultur macht stark - Bündnisse für Bildung" und "Lesen macht stark! Lesen und digitale Medien" beim Deutschen Bibliotheksverband e.V.

Der mit insgesamt 19.500 Euro dotierte Deutsche Lesepreis ist ein gemeinsame Initiative von Stiftung Lesen und Commerzbank-Stiftung und wird seit 2013 für vorbildhaftes Engagement in der Leseförderung verliehen. Unterstützt werden die beiden Initiatoren von Fröbel e.V., der PWC-Stiftung Jugend - Bildung - Kultur und der Arnulf Betzold GmbH. Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin für Kultur und Medien, Professor Monika Grütters. Die festliche Verleihung des Deutschen Lesepreises an die finalen zehn Preisträger findet am 9. November im Berliner Humboldt Carré statt.  red / sg

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