Neues Leben im Bahnhof Pirschheide

Neues Leben im Bahnhof Pirschheide

Der Club Pirsch-heide von innen. Hier werden zweimal im Monat Partys oder Konzerte stattfinden, die Einrichtung kann aber auch gemietet werden. Foto: Promo

Eventlocation wird am Freitag offiziell eröffnet

Das Bahnhofsgebäude in Pirschheide hat sich von außen wenig verändert. Foto: RiB

Potsdam-West. Am Freitag wird die Pirschheide zum Leben erweckt. Mit einer großen Eröffnungsparty wird der neue Veranstaltungsort, der den Namen Pirschheide trägt und sich in dem alten Bahnhofsgebäude im Westen der Stadt befindet, eröffnet.

„Zu einem Ort großer Emotionen und Ereignisse“ will Inhaber Ronald Engelhardt die einst verwaiste Wartehalle machen. 2013 kaufte er das Gebäude von der Bahn und baute die denkmalgeschützte Halle zu einem modernen Club um. „Oft war ich hin- und hergerissen“, erzählt Engelhardt während eines Presserundgangs im Vorfeld der Eröffnung, „wir wollten eine tolle moderne Eventlocation bauen, gleichzeitig aber auch so viel wie möglich vom Charme des Bahnhofs erhalten“.

Der Kompromiss kann sich sehen lassen. Überall sind im Bahnhof noch Akzente und vereinzelte Originalteile zu sehen. Etwa die Fliesen an den Wänden, die Rahmen der früheren Schalteröffnungen oder alte WC-Hinweisschilder. Von außen sieht der Bahnhof aus wie immer, drinnen ist jedoch kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Viel Geld hat Engelhardt in seinen neuen Traum investiert, wieviel genau, will er nicht sagen.

Die auffälligste Veränderung ist die Empore mit Treppen an beiden Seiten, die über dem Eingang schwebt und über eine eigene Bar verfügt. Ungestört lässt sich von hier das Geschehen im Saal verfolgen.  Aber bevor es soweit war, hat Engelhardt mit seiner Ehefrau Shima, mit der er den Club betreibt, „unglaublich viel über Denkmal- und Brandschutz gelernt“ und „bei so mancher Abnahme geschwitzt“.

Die ersten Veranstaltungen hat die Pirschheide bereits hinter sich. Im Dezember probierte sich ein Rock- und vor wenigen Wochen ein Radiokonzert in der neugestalteten Halle. Nun wird die Pirschheide mit der  Party am Freitag, bei der „Eyes on Funk“, Andy Schulte und Andreas Kümmert für die Musik verantwortlich waren, endgültig zum Leben erwacht. RiB
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Erbaut wurde der Bahnhof Pirschheide 1958 als Bahnhof Potsdam Süd, 1961 bis 1993 war er der Hauptbahnhof von Potsdam.
Seit 1999 wurde die Schalterhalle nicht mehr genutzt.
Jetzt passen 500 Menschen in die jeweils 220 Quadratmeter messende Halle und Lounge.
Im Außenbereich stehen weitere 350 Quadratmeter zur Verfügung.

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