Nach 15 Monaten endlich neuer Baudezernent im Amt

Nach 15 Monaten endlich neuer Baudezernent im Amt

Bernd Rubelt (2.v.r.) wurde am Montag von OB Jann Jakobs (l.) feierlich in sein Amt eingeführt. Sozialdernent Mike Schubert, Kulturdezernentin Iris Jana Magdowski und Bürgermeister Burhard Exner (v.l.) gratulierten. Foto: sg

Viele große Aufgaben und einige Erbschaften warten auf Bernd Rubelt

Potsdam. Vier Monate nach seiner Wahl ist Bernd Rubelt am Montag zum neuen Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt ernannt worden. Oberbürgermeister Jann Jakobs hat ihn im Beisein seiner Amtskollegen der anderen Ressorts und Mitgliedern der Bauverwaltung in sein Amt eingeführt und ihm gleich ein paar praktische Tipps für den Umgang mit der Presse mit auf den Weg gegeben.

Auf Rubelt warten in dem sehr umfangreichen und für die wachsende Stadt hochwichtigen Geschäftsbereich zahlreiche neue Aufgaben und einige Erbschaften seines Vorgängers Matthias Klipp, der vor 15 Monaten entlassen worden war. Eine davon ist der unter der Bevölkerung höchst umstrittene Versuch, die Luftverschmutzung durch eine Verengung der Zeppelinstraße zu reduzieren. Die Testphase soll bis zum kommenden Frühjahr laufen. Dass die Stadt den Mut zum Testen hat, findet Rubelt gut. Wenn niemand eine passende Lösung in der Tasche hat, müsse man eben testen. Auf seinem Terminkalender wird die Zeppelinstraße nur einen kleinen Teil einnehmen. Wichtig sind ihm auch der Ausbau von Krampnitz zu einem neuen Stadtviertel, in dem es sich gut lebt, und die Verbesserung der Verkehrswege für die zunehmende Bevölkerung.

Jakobs wies darauf hin, dass Rubelt die ersten 100 Tage zum "Einfuchsen" nutzen könne, er danach jedoch an seinen Erfolgen gemessen werde. Der 49-jährige Architekt und Diplom-Ingenieur war zuvor in verschiedenen Bauverwaltungen tätig. Seit 2011 leitete er das Bauamt der schleswig-holsteinischen Stadt Eutin und hat dort die Landesgartenschau und auch die Stadtsanierung ein gutes Stück voran gebracht.

Zurzeit lebt Rubelt in einer Wohnung in der Brandenburger Vorstadt, denn auch dem Baubeigeordneten fällt es in Potsdam nicht leicht, ein Haus mit Garten in erreichbarer Nähe zum Rathaus zu finden. Seine Frau, Susanne Müller-Rubelt, hat in der Carl-von-Ossietzky-Straße bereits eine Praxis als Heilpraktikerin mit homöopathischem Schwerpunkt eingerichtet. Ganz nach Potsdam kommen will sie jedoch erst, wenn das passende Haus gefunden ist. Bis dahin betreut sie auch noch ihre Patienten in Eutin.

Schon bald wird es den nächsten Wechsel in den Reihen der Beigeordneten geben: Iris Jana Magdowski, seit 2009 zuständig für Bildung, Kultur und Sport, scheidet Ende Juni aus Altersgründen aus dem Amt. Ihre Nachfolgerin Noosha Aubel kommt am 1. August aus Hilden nach Potsdam, fünf Wochen vor Beginn des neuen Schuljahrs.  sg





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