Filmemacher der Zukunft

Filmemacher der Zukunft

Besuch im Tonstudio an der Marlene-Dietrich-Allee: Finanzminister Christian Görke sieht, wohin die Fördergelder fließen. Foto: sg

Teure Technik garnatiert gute Ausbildung / Finanzminister Görke zu Besuch an der Filmuni

Potsdam. Ein Studium an der Filmuniversität Konrad Wolf in Babelsberg ist für viele Videobegeisterte und Medienschaffende weit mehr als eine Berufsausbildung: Es ist eine wahre Berufung, denn die eigenen Ideen mit hochkarätigen Hilfsmitteln und professioneller Unterstützung umsetzen zu können wirkt wie ein Geschenk auf dem oft langen Weg in den Zenith der Filmproduktion.

Die Babelsberger Filmuni ist unter den Ausbildungsinstituten auf diesem Gebiet ganz vorne und führt deshalb jedes Jahr ein strenges künstlerisches Auswahlverfahren durch. Denn die Plätze sind schon wegen der räumlichen Vorgaben begrenzt. In der Regel schafft etwa jeder zehnte Bewerber die Aufnahmeprüfung, fast 700 Studierende hat die Hochschule zurzeit. Es gebe aber noch Potenzial, weiter zu wachsen, betonte Filmuni-Präsidentin Susanne Stürmer gegenüber Finanzminister Christian Görke (Linke) bei dessen Besuch in den Räumen in der Marlene-Dietrich-Allee am Mittwoch.

Bis Anfang 2018 soll der Anbau "Haus 6" fertig sein, dann können sich die Studierenden auf eine neue Mensa und weitere Unterrichtsräume freuen. Im Moment heißt es "Essen und Frieren", denn die derzeitige Cafeteria liegt in der zugigen Lobby. Vor allem braucht die Filmuni aber Mittel für die technische Ausstattung. Denn kaum etwas entwickelt sich so schnell weiter wie die elektronischen Medien. Um für die sich ständig verändernden Anforderungen einer in der Region bedeutenden Branche auf dem neuesten Stand zu bleiben, müssen große Summen investiert werden.

Mit derzeit zehn Bachelor- und zwölf Masterstudiengängen, zu denen immer wieder neue hinzukommen, wie der gerade geschaffene Master in VFX-Technik für digitale Effekte in der Postproduktion, ist die Filmuni eine der erfolgreichsten Hochschulen des Landes. Und sie zieht Studierende aus der ganzen Welt an, die hier die Chance bekommen, von fast allen bei der Filmproduktion relevanten Gewerken an einem Ort zu profitieren.

Finanzminister Görke ist überzeugt, dass die zusätzlichen 100 Millionen Euro die die Landesregierung bis zum Ende der Legislaturperiode in die Hochschulen fließen lässt, gut angelegtes Geld sind. Für den Ausbau der Filmuni gibt es noch einmal 25 Millionen obendrauf. Susanne Stürmer würde sich aber über weitere Investitionen freuen, um das hohe Niveau auf Dauer halten zu können.  sg

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