Bündnis für bezahlbare Wohnungen gegründet

Bündnis für bezahlbare Wohnungen gegründet

Gebaut wird viel in Brandenburg, aber der Wohnraum muss auch bezahlbar bleiben. Die Wohnungswirtschaft wünscht sich deshalb eine Wohnkosten-Folgenabschätzung. Foto: sg

Wohnungsbauunternehmen wünschen sich bessere Taktung im Nahverkehr

Potsdam. Das "Bündnis für Wohnen im Land Brandenburg" haben Landesplanungsministerin Kathrin Schneider und die Vorstandsvorsitzende des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU), Maren Kern, am Donnerstag in Potsdam mit weiteren Vertretern von Fach- und Kommunalverbänden unterzeichnet.

Der BBU gehörte im Oktober 2016 zu den Erstunterzeichnern einer entsprechenden Absichtserklärung. "Das Bündnis stellt das gute und bezahlbare Wohnen im Land in den Vordergrund. Das Berliner Umland und der weitere Metropolenraum stehen dabei vor völlig unterschiedlichen Herausforderungen. Während auf der einen Seite Neubau notwendig ist, prägt auf der anderen Seite vielfach weiterhin Wohnungsleerstand das Bild", erklärte Maren Kern. Das Bündnis sei ein wichtiger Schritt für die geforderte Wohnoffensive für Brandenburg. Hierzu sei nun eine breite Basis und eine effiziente Arbeitsstruktur verabredet worden.

Im Bündnis kooperieren Vertreter der Wohnungswirtschaft, der Kommunalverbände und der Landespolitik mit dem Ziel, konkrete Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, wie ausreichend bezahlbarer, barrierefreier und energieeffizienter Wohnraum in Brandenburg zur Verfügung gestellt werden kann.


Drei Wünsche der Wohnungswirtschaft

Der BBU verbindet die Unterzeichnung der Partnerschaft mit drei Erwartungen, die sich aus der unterschiedlichen Situation der Brandenburger Städte und Gemeinden ableiten. "Wichtig ist für uns eine Flexibilisierung der Förderung. Sie muss immer die Lage in den jeweiligen Städten im Blick haben. Maßanzüge statt Stangenware muss hier der Leitspruch sein", so Kern. Wichtig sei außerdem die gemeinsame Stärkung der Städte der zweiten Reihe und des weiteren Metropolenraums, damit das Wachstum besser verteilt werden könne. Hierzu seien weitere Maßnahmen zum Infrastrukturausbau und ein länderübergreifendes Stadtmarketing wichtig und nötig. Drittens werde eine eine Wohnkosten-Folgenabschätzung für Gesetze und Verordnungen benötigt.


Wohnungsunternehmen fordern bessere Taktung im Nah- und Regionalverkehr

In einer Umfrage unter den märkischen BBU-Mitgliedsunternehmen im Juli 2016 bewerteten nur 32 Prozent der Wohnungsunternehmen im weiteren Metropolenraum ihre Verkehrsanbindung als gut. Gleichzeitig wünschten sich rund 82 Prozent eine verbesserte und auch gleichmäßigere Taktung. Wichtig dafür seien vor allem verbesserte Angebote am Abend und am Wochenende.   red / sg

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