Projekte sollen Einstieg ins Berufsleben erleichtern

Projekte sollen Einstieg ins Berufsleben erleichtern

Ob Bewerbercheck der IHK (oben), Potenzialanalyse oder Praxislernen - je mehr Möglichkeiten Jugendliche haben, den für sie richtigen Beruf zu finden, umso besser. Alle Chancen sollten genutzt werden. Foto: sg

Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske unterstützt die beiden neuen Projekte "Potenzialanalyse" und "Praxislernen". Foto: sg

Potsdam. Im Land Brandenburg sind die Projekte "Potenzialanalyse" und "Praxislernen" mit dem Ziel gestartet, Jugendlichen den Übergang von der Schule ins Berufsleben zu erleichtern. Mithilfe der Projekte sollen Jugendliche Berufe wählen, die ihren Interessen und Möglichkeiten entsprechen.

Grundlage ist eine im Rahmen der "Initiative Bildungsketten" getroffene Vereinbarung des Landes mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Bund, der beide Vorhaben in den Jahren 2017 bis 2020 mit bis zu 7,4 Millionen Euro finanziert. Mit der Potenzialanalyse können Entwicklungspotenziale und Talente der Jugendlichen ergründet werden. Sie sollen in diesem Verfahren angeregt werden, sich mit ihren Stärken und Kompetenzen auseinanderzusetzen.

Das Verfahren können alle Schülerinnen und Schülern im zweiten Schulhalbjahr der 7. Klasse oder im ersten Schulhalbjahr der 8. Klasse an weiterführenden allgemeinbildenden Schulen und Schulen mit dem Förderschwerpunkt "Lernen" durchlaufen. In den Schuljahren 2017/18 bis 2019/20 soll die Potenzialanalyse im gesamten Land eingeführt werden.

Das Praxislernen verbindet den Unterricht in der Schule fächerübergreifend mit außerschulischen Lernorten wie Betrieben, Werkstätten oder sozialen Einrichtungen. Hier können Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 10  ihr schulisches Wissen in der Berufs- und Arbeitswelt testen und anwenden. Denkbar ist zum Beispiel, dass Jugendliche in einem Reisebüro Preise kalkulieren und Rabatte ermitteln.

Diese praxisnahe Unterrichtsform wird bereits an über 50 Schulen des Landes Brandenburg durchgeführt. Nun soll sie bedarfsgerecht auf weitere Oberschulen, Gesamtschulen und Förderschulen mit dem Schwerpunkt "Lernen" ausgeweitet und qualitativ weiterentwickelt werden.

Für die Projekte sind zwei Koordinierungsstellen in Potsdam geschaffen worden, die die Schulen und  ihre Partner aus der Wirtschaft beraten und unterstützen. "Die Berufswahl ist eine der schwierigsten und weitreichendsten Entscheidungen im Leben junger Menschen. Umso wichtiger ist es, dass sie ihre Neigungen und Fähigkeiten erkennen und erste Erfahrungen in der Praxis sammeln können. Die Potenzialanalyse und das Praxislernen sind zwei gute Instrumente dafür", ist Bildungsminister Günter Baaske überzeugt.  red / sg 

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