Weniger Verkehrstote auf den Straßen Westbrandenburgs

Weniger Verkehrstote auf den Straßen Westbrandenburgs

Die Zahl der Unfälle, die von Lkws verursacht wurden, stieg im Bereich der Polizeidirektion West im Jahr 2016 auf 1.940. Foto: BP Archiv

Gesamtunfallzahlen leicht gestiegen

Potsdam. Die Zahl der schweren Verkehrsunfälle mit getöteten Verkehrsteilnehmern im Bereich der Polizeidirektion West ist gesunken - die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle aber leicht gestiegen.  Dementgegen sank die Zahl der Menschen, die an den Folgen von Verkehrsunfällen starben, in Westbrandenburg auf den niedrigsten Stand seit Bestehen der Polizeidirektion West, teilte Polizeisprecher Heiko Schmidt am Donnerstag mit. 

Der Leiter der Polizeidirektion West, Peter Meyritz, zeigte sich zuversichtlich: "Ich bin nicht erfreut darüber, dass im Jahr 2016 immer noch 34 Menschen auf Westbrandenburgs Straßen durch Verkehrsunfälle ihr Leben verloren haben. Zuversichtlich stimmt mich aber der deutliche Rückgang bei den schwersten aller Unfallfolgen. Für uns heißt das: Weitermachen!"

Auch in diesem Jahr sollen Raser und Drängler wenig Chancen haben, sich dem Kontrolldruck zu entziehen. Die flächendeckenden Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen haben laut Meyritz mit dazu beigetragen, die Anzahl der Personen, die durch Raserei zu Tode kamen, deutlich zu reduzieren. Trotzdem seien 16 Verkehrstote durch Drängeln und zu schnelles Fahren immer noch zu viel, so Meyritz.

Insgesamt ereigneten sich im letzten Jahr im Bereich der Polizeidirektion West 25.608 Unfälle. Im Jahr 2015 waren es noch 25.320, also 1,1 Prozent weniger. 2.912 Unfälle mit Personenschäden waren zu verzeichnen, im Jahr 2015 waren es noch 97 weniger. Eine der Hauptunfallursachen in der Polizeidirektion West ist die unangepasste oder überhöhte Geschwindigkeit. Auch in diesem Jahr musste ein Anstieg um 41,7 Prozent von 828 Unfällen im Jahr 2015 auf 1.173 in 2016 registriert werden. Im vergangenen Jahr wurden bei diesen Unfällen 428 Menschen verletzt, im Jahr 2015 waren es noch 307. Das macht einen Anstieg von 39,4 Prozent aus.


Weniger Geschwindikeitsopfer

Rückläufig sei im Jahr 2016 die Zahl der Unfalltoten bei der Unfallursache Geschwindigkeit. Im Jahr 2015 waren es 16 Personen gewesen, 2016 ging ihre Zahl auf neun zurück. Die Beamten der Polizeidirektion West ahndeten im Jahr 2016 jedoch 596.904 Geschwindigkeitsverstöße.

Mit 365 Unfällen auf Grund alkoholisierter Kraftfahrer gab es 2016 gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 35 Fällen. Verletzt wurden bei diesen Unfällen 154 Menschen. Erfreulich ist, dass 2016 kein Mensch durch einen alkoholbedingten Unfall ums Leben kam, 2015 waren es noch fünf gewesen. Bei Kontrollen "erwischte" die Polizei 1.185 alkoholisierte Fahrzeugführer und 398, die unter Drogen ihr Fahrzeug führten.

Ein Anstieg der Unfallzahlen um 24 Prozent war bei den so genannten Baumunfällen zu verzeichnen. Dafür ging in diesem Bereich die Zahl der Unfalltoten um 84,2 Prozent zurück. Zusätzliche Leitplanken, Geschwindigkeitsreduzierungen und Geschwindigkeitskontrollen auf Alleen trugen hier offenbar dazu bei, dass die schweren Unfallfolgen rückläufig sind.


Zahl der Wildunfalle steigt an

In allen Bereichen der Polizeidirektion ist ein Anstieg der Unfallzahlen bei Wildunfällen zu verzeichnen. So stiegen die Zahlen von 3.539 im Jahr 2015 auf 3.923 Wildunfälle an, was ein Plus von 10,8 Prozent bedeutet. "Wildunfälle lassen sich am wirksamsten mit Geschwindigkeitsreduzierungen und vermehrter Aufmerksamkeit verhindern. Wir werden deshalb auch in diesem Jahr wieder an den bekannten Wildunfall-Schwerpunkten vermehrt Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Für besondere Aufmerksamkeit und richtiges Bremsen im Fall der Fälle muss jeder Kraftfahrer aber auch selbst sorgen", so Peter Meyritz.

Verkehrsunfälle, bei denen LKW-Fahrer die Ursache setzten, stiegen im Jahr 2016 um 169 auf 1.940. Obwohl auch 2016 wieder vier Menschen bei von LKW-verursachten Unfällen ums Leben kamen, bedeutete dies doch einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr, in dem es noch neuen waren.  red / sg

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