Ein leeres Wappen: FH-Student entwirft Logo für Brandenburger Designpreis

Ein leeres Wappen: FH-Student entwirft Logo für Brandenburger Designpreis

Ioannis Sarakasidis kann sein Glück noch nicht richtig fassen: Am Montag hat der FH-Student den Wettbewerb für das neue Corporate Design des Brandenburger Designpreises gewonnen. Foto: sg

Ioannis Sarakasidis gewinnt Wettbewerb an der FH Potsdam

Potsdam. Ioannis Sarakasidis hat den Wettbewerb für das neue Logo des Brandenburgischen Designpreises gewonnen. Der 26-jährige Student der Fachhochschule Potsdam (FHP) konnte die Jury mit einem schlichten, aber umso schöneren Entwurf für das Corporate Design des alle zwei Jahre vom Brandenburger Wirtschaftsministerium ausgelobten Preises überzeugen.

Gefragt war nicht nur ein neues Design für die "Trophäe" selbst, sondern auch ein Logo, eine Urkunde und eine Plakatkampagne sollten ausgearbeitet werden. Die Vorbereitung auf den Wettbewerb fand im "Corporate Identity"-Kurs der Designerin und FHP-Absolventin Constanze Vogt statt. 15 Studenten aus unterschiedlichen Semestern haben sich der Aufgabe gestellt. Heraus gekommen sind ganz hervorragende Ideen und Entwürfe, so dass die Jury einen ganzen Vormittag brauchte, um zur Entscheidung zu kommen. Auf Platz zwei und drei landeten Entwürfe von Mandy Guse und Maximilian Zientek.

Das Erstaunliche dabei ist, dass Ioannis Sarakasidis eigentlich Interface Design studiert und viel mehr mit Webseiten und Computern zu tun hat als mit Produktdesign. Sein Entwurf, ein leeres goldenes Wappen ohne Bild oder Beschriftung, ist aus massivem, zwei Zentimeter starkem Messing in den Berliner Metallwerkstätten von S-Hamacher realisiert worden. Dort befindet er sich in guter Gesellschaft, denn S-Hamacher hat schon für viele internationale Künstler, wie beispielsweise Olafur Eliason gearbeitet.

Das neue Corporate Design wird den alle zwei Jahre ausgelobten Brandenburger Designpreis über viele Jahre begleiten. Mit dem Preis würdigt Brandenburg als eines von wenigen Bundesländern die Kreativwirtschaft als wichtiges Wachstumsfeld und zeigt Design als Instrument der Wirtschaftsförderung. Bewerben können sich Unternehmen, Designer und Designagenturen mit Produkten, Ideen oder Konzepten. Außergewöhnliche Qualität und herausragende Designleistung stehen dabei im Vordergrund. Die Preise werden in den Kategorien Kommunikations-, Produkt-, Interface- und Nachwuchsdesign vergeben und medial sichtbar gemacht.

Ioannis Sarakasidis konnte sein Glück am Montag noch gar nicht so richtig fassen. Für die Realisierung seines Entwurfs hatte er 500 Euro aus der eigenen Tasche ausgeben müssen. Das hat er nun mit dem Preisgeld von 750 Euro zwar wieder zurück bekommen, aber die Vorstellung, dass sein Entwurf über Jahre den Brandenburger Designpreis repräsentieren wird, hat ihn am Montag noch leicht aus der Fassung gebracht.  sg





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