Schulanbau nach zehn Jahren fertiggestellt

Schulanbau nach zehn Jahren fertiggestellt

Potsdams Bildungsdezernentin Iris Jana Magdowski und Bildungsminister Günter Baaske mit Schulhund Leo vor dem frisch sanierten "Igel"-Gebäude der Gerhart-Hauptmann-Schule. Foto: sg

Umlandgemeinden sollen sich zukünftig an Schulfinanzierung beteiligen

Inklusionsbeauftragte Sabina Keßler mit einem Schüler der Koch-AG, die am Montag mit einem mustergültigen Catering für das leibliche Wohl der Gäste sorgte. Foto: sg

Potsdam. Umlandgemeinden sollen an der Finanzierung von weiterführenden Schulen beteiligt werden, wenn sie ihre Kinder in Potsdamer Schulen schicken. Das kündigte Bildungsminister Günter Baaske am Montag bei der Einweihung des Erweiterungsbaus auf dem Grundstück der Gerhart-Hauptmann-Schule in der Brandenburger Vorstadt an. Für Potsdams Bildungsdezernentin Iris Jana Magdowski, die im Frühjahr in den Ruhestand geht, war das die beste Nachricht des Tages. Rund 2.500 Schüler aus Potsdam-Mittelmark besuchen Schulen in Potsdam, die Kosten dafür muss die Stadt bislang alleine stemmen. Mit der Änderung im Schulgesetz, die Baaske bereits am Dienstag durchsetzen will, würde der Haushalt nicht unerheblich erleichtert.

Eigentlich waren Magdowski und Baaske allerdings gekommen, um den gelungenen Umbau des ehemaligen Toilettenhauses der Gerhart-Hauptmann-Schule zu besichtigen. Auch hier hatte sich ein jahrelanger Kampf um die Finanzierung abgespielt, an den nicht nur Schulleiterin Sabine Röding-Kanwischer ungern zurückdenkt. Selbst ist sie erst seit fünf Jahren an der Schule, seit dem ersten Antrag sind mittlerweile jedoch zehn Jahre vergangen. Dabei benötigt die Inklusionsschule, in der 300 Kinder in zwölf Klassen unterrichtet werden, die drei zusätzlichen Räume dringend. Gefördert werden hier in den Vormittagsstunden etwa 50 Schüler mit Lese-Rechtschreibschwäche oder auch einer sogenannten Mathematik-Störung, nachmittags steht der hervorragend ausgestattete Anbau allen Hortkindern offen. Einen Namen für den neuen Gebäudetrakt haben die Kinder schon gefunden: "Igel" soll er heißen, entschied eine 2. Klasse. Das steht für "Immer gemeinsam effektiv lernen".

180.000 Euro hat der Kommunale Immobilienservice (KIS) in den Umbau des Gebäudes investiert, 12.000 Euro wurden noch einmal für die Ausstattung ausgegeben. Geld, das lange Zeit nicht vorhanden war. Umso mehr freut es Iris Jana Magdowski, dass durch die Änderung im Schulgesetz bald mehr Geld in der Kasse sei. Günter Baaske betonte, wie engagiert Potsdam sich für die Sanierung und den Neubau von Schulen einsetze. Das sei ein deutliches Zeichen für junge Familien, die sich in der Stadt willkommen fühlen sollen. Über die vorbildliche Ausstattung mit Whiteboard, modularen Möbeln und Hängesitz zum Chillen freuen sich vor allem die Kinder, denn so macht Lernen trotz des an der Schule üblichen "Forderns und Förderns", das Sabine Röding-Kanwischer gern betont, richtig Spaß.  sg







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