EU fördert weiterhin Schulmilch und Schulobst

EU fördert weiterhin Schulmilch und Schulobst

Heimisches Obst ist gesund und hilft, Übergewicht bei Kindern frühzeitig zu vermeiden. Foto: sg

Lohnender Absatzmarkt für Brandenburger Landwirte

Potsdam / Straßburg. Die Europäische Union fördert auch in den kommenden Jahren die Abgabe von Milch, Obst und frischem Gemüse an Schulkinder. Das hat die brandenburgische Europaabgeordnete Susanne Melior am Mittwoch mitgeteilt.

"Wir haben lange gerungen, um mit dem Rat eine gemeinsame Lösung zu finden. Jetzt sind das Schulmilch- und das Schulobstprogramm in einer gemeinsamen Richtlinie. Für Milch konnten zusätzlich 20 Millionen Euro bereitgestellt werden, so dass insgesamt 250 Millionen Euro für gesunde Ernährung zur Verfügung stehen. Ich hoffe sehr, dass nach diesen Entscheidungen jetzt auch mein Bundesland dabei ist", sagte Melior, die stellvertretendes Mitglied im Agrarausschuss ist. Nicht zuletzt werde damit die Vermarktung von Milch, Obst und Gemüse unterstützt.

"Die Bauern in Brandenburg wird es freuen, wenn die Kinder vor Ort gesunde Lebensmittel aus heimischer Produktion bekommen", sagte die Abgeordnete weiter. Immer mehr Schulkinder in der EU sind übergewichtig. Das Europäische Programm für Milch und Obst in Schulen soll mithelfen, diesem Trend entgegenzuwirken.

Ab dem Schuljahr 2017/2018 stehen für Schulobst und -gemüse 150 Millionen Euro pro Jahr zu Verfügung. Für Schulmilch sind es 100 Millionen Euro pro Jahr. Dank vereinfachter Regeln sollen Schulen künftig mit weniger Aufwand Geld für die gesundheitsfördernden Programme beantragen können. Auch bei der Liste der Produkte, die durch die Programme gefördert werden, konnten die Europaabgeordneten einen Erfolg erringen.

"Vorrangig werden frisches Obst, Gemüse und Milch gefördert. Zusatzstoffe wie Zucker, Salz und Fett werden streng kontrolliert. Süßstoffe oder künstliche Aromen dürfen auf keinen Fall verwendet werden", betont Susanne Melior, wobei regionale und kulturelle Besonderheiten in den Mitgliedsländern in dem Gesetzestext durch verschiedene Fördermöglichkeiten berücksichtigt werden.

"In unsere Schulen gehören frische und möglichst regionale Lebensmittel der Saison. So lernen Kinder, wie Obst und Gemüse zu den jeweiligen Jahreszeiten schmecken", so Melior. Damit Kinder schon früh eine ausgewogene und gesunde Ernährung kennenlernen, wurden 1977 das Schulmilch- und 2009 das Schulobstprogramm ins Leben gerufen. Fast 30 Millionen Schulkinder konnten bisher jährlich von diesen beiden EU-finanzierten Programmen profitieren. In Zukunft sollen es noch mehr Kinder zwischen sechs und Jahren werden.  red / sg

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