Gefahr auf Brandenburgs Straßen

Gefahr auf Brandenburgs Straßen

Überhöhte Geschwindigkeit, Unaufmerksamkeit am Steuer oder zu geringer Abstand: Für die zahlreichen schweren Verkehrsunfälle mit Todesfolge in Brandenburg gibt es viele Gründe. Vorsicht ist geboten. Foto: aireye

Trauriger Rekord bei Verkehrsunfällen mit Todesfolge

Potsdam. 179 Menschen sind im vergangenen Jahr auf Brandenburgs Straßen zu Tode gekommen. Das sind 40  Tote mehr als 2014. Auffallend ist dabei die hohe Beteiligung von Senioren an Verkehrsunfällen - und das bei weitem nicht nur im Auto, sondern ebenso als Radfahrer und Fußgänger.

Während bei Kindern und Jugendlichen mittlerweile die Kampagne „Lieber sicher, lieber leben“ und Fahrradschulungen Früchte tragen, müssen Senioren noch deutlicher angesprochen werden, erklärte Verkehrsministerin Kathrin Schneider am Montag. Gemeinsam mit Innenminister Karl-Heinz Schröter und Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke musste sie ansteigende Unfallzahlen bekanntgeben. Mit einem Anstieg der Verkehrstoten um 29 Prozent liegt Brandenburg über dem Bundesdurchschnitt, obwohl es mehr Radarmessungen als jemals zuvor gab.

Raserei, Alkohol am Steuer, mangelnder Abstand, aber auch die so genannte Mautflucht der Lkws seien dabei die Hauptunfallursachen. Gerade bei Geschwindigkeitsüberhöhungen sei es wichtig, das Entdeckungsrisiko zu erhöhen. Durch die zunehmenden Flüchtlingszahlen sind bei der Polizei seit Mitte 2015  jedoch zahlreiche Einsatzkräfte gebunden, während die Verkehrskontrollen vielerorts zurückgefahren wurden.

Geplant sind mehr „Superblitzer“ an Autobahnen aber auch mehr mobile Kontrollen. Außerhalb der Autobahnen überprüfen zusätzlich Landkreise und Kommunen den Verkehrsfluss. Ziel ist, 40 Prozent weniger Verkehrstote bis 2024 zu erreichen.  sg

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