Aus der Haft in den Beruf

Aus der Haft in den Beruf

Wer verurteilt wurde, sollte die Haft sinnvoll nutzen und eine Ausbildung wahrnehmen können. Foto: sg

Brandenburg will Resozialisierung durch Ausbildung fördern

Potsdam. Mit mehr als zwei Millionen Euro werden in den kommenden zwei Jahren berufliche Qualifizierungsmaßnahmen in den Justizvollzugsanstalten des Landes gefördert. Dazu werden ab 2016 erstmalig mehr als 1,4 Millionen Euro an Landesmitteln bereitgestellt, hinzu kommen etwa 660.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds.

Die Finanzierung aus dem Landeshaushalt verdeutliche die Bedeutung des Themas für die Brandenburger Landeregierung, sagte Justizminister Helmuth Markov. Arbeit gebe persönlichen Halt und sei eine wichtige Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Sie unterstütze die gesellschaftliche Integration und sei ein wichtiger Baustein der Resozialisierungsbemühungen. Da eine große Zahl von Gefangenen vor der Inhaftierung erwerbslos und schlecht ausgebildet ist, können die entsprechenden Bildungsmaßnahmen während der Haft den Rückfall in kriminelle Verhaltensmuster verhindern, so Markov weiter.

Mit der Förderung soll die konsequente Ausrichtung des Strafvollzugs auf eine nachhaltige Resozialisierung fortgesetzt werden. Berufliche Qualifizierungsmaßnahmen werden in Brandenburger Haftanstalten von externen Maßnameträgern durchgeführt. Sie sollen arbeitsmarktgerechte Angebote von hoher Qualität für die Gefangenen anbieten, damit diese nach der Haftentlassung auf dem Arbeitsmarkt besser vermittelbar sind. Um die Ausbildungen sicherstellen zu können, müssen interessierte Träger vorab an einem strengen Auswahlverfahren teilnehmen.  red / sg

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