Neue Fahrzeuge für Brandenburgs Polizei

Neue Fahrzeuge für Brandenburgs Polizei

Oben: Symbolische Übergabe der Einsatzfahrzeuge vom Direktor des Zentraldienstes der Polizei, Frank Stolper an Staatssekretär Matthias Kahl und den stellvertretenden Polizeipräsidenten Roger Höppner (v.l.). /Polizei Brandenburg

Potsdam. Brandenburgs Polizei erhält gleich zu Jahresbeginn neue Fahrzeuge. Innenstaatssekretär Matthias Kahl übergab heute in Potsdam 32 Einsatzfahrzeuge vom Typ Mercedes-Benz Sprinter an Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke. Darunter sind auch 23 Halbgruppenfahrzeuge für die Bereitschaftspolizei. Brandenburg habe sich entschlossen, diese Fahrzeuge auf eigene Kosten zu beschaffen, weil der Bund seiner selbst eingegangenen Verpflichtung zur Ausrüstung der Bereitschaftspolizeien "immer zögerlicher" nachkomme, sagte Kahl.

Es gebe zwar inzwischen Signale, dass der Bund seine Haltung ändere. "Darauf können wir aber nicht warten. Die Einsatzbereitschaft der Hundertschaften darf nicht in Frage gestellt werden", betonte der Staatssekretär unter Hinweis auf die zunehmende Zahl von Einsätzen der Bereitschaftspolizei. Die Polizeihundertschaften sind insbesondere durch die wachsende Zahl von Demonstrationen immer häufiger gefordert.

Im vergangenen Jahr absolvierte die Bereitschaftspolizei 650 Einsätze in Brandenburg und 31 Einsätze in anderen Ländern. Die Fahrzeuge legten dabei eine Strecke von mehr als 2,6 Millionen Kilometern zurück. Das entspricht dreieinhalb Mal der Strecke Erde - Mond und zurück oder einer mehr als 66-fachen Äquatorumrundung.

Neben Fahrzeugen für die Bereitschaftspolizei übergab der Staatssekretär auch vier speziell ausgerüstete Einsatzfahrzeuge für die Verkehrspolizei zur Kontrolle des gewerblichen Güter- und Personenkraftverkehrs sowie fünf Gruppenwagen zum Transport von Beamten des Wachdienstes beispielsweise zu Verkehrskontrollen.

Im vergangenen Jahr kontrollierte die Polizei 35.766 Güterfahrzeuge. Es wurden 24.755 Rechtsverstöße festgestellt, darunter 1.046 zum Teil schwerwiegende technische Mängel. Auf Brandenburgs Autobahnen ereignen sich pro Jahr durchschnittlich 12.000 Unfälle mit Lkw-Beteiligung. Dabei sterben jährlich etwa 40 Menschen und rund 1.300 Personen werden verletzt. Mehr als 70 Prozent dieser Unfälle werden von Lkw-Fahrern verschuldet.

Brandenburgs Polizei verfügt insgesamt über 1.586 Fahrzeuge, darunter neben Funkstreifenwagen und Zivilfahrzeugen für die Kriminalpolizei auch Motorräder, Gruppenkraftwagen, Lkw, Spezialfahrzeuge und Boote. red

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