Potsdam fühlt sich als tolerante Stadt

Bürgerumfrage zum Asylthema wurde vorgestellt, schlechte Information wird kritisiert

Waren teilweise überrascht von den Ergebnissen: Potsdam Statistikchef Rainer Pokorny und die Sozialbeauftragte Elona Müller-Preinesberger. /RiB

Potsdam. Auch wenn es aufgrund einzelner Gruppen derzeit nicht den Anschein haben mag: Potsdam ist tolerant. Das sagen die Bürger der Landeshauptstadt über sich selbst. Heraus kam das in der jährlichen repräsentativen Bürgerumfrage, die die Stadt durchgeführt und am Dienstag in Teilen vorgestellt hat.

In Teilen heißt, dass es sich um eine Sonderauswertung handelt. Aufgrund der besonderen Aktualität und Brisanz wurde das Thema Migranten, Flüchtlinge und Asylsuchende vorab und separat veröffentlicht.
Von September bis Oktober 2015 wurde zum dritten Mal die Bürgerumfrage „Leben in Potsdam“ durchgeführt. Von 5.235 angeschriebenen Potsdamern im Alter von 16 bis unter 80 Jahre antworteten 1.900 auf diese Befragung.

Ein Bestandteil des Fragebogens war das Thema Flüchtlinge und Asylsuchende. Bei der Frage, ob Potsam eine tolerante Stadt ist, gab es 86 Prozent Zustimmung. Dieser Anteil hat sich im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Befragungen in den Jahren 2013 und 2014 deutlich vergrößert. Etwas mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Befragten erklärte, keinen regelmäßigen Kontakt zu Flüchtlingen und Asylsuchenden zu haben. Bei regelmäßigem Kontakt, besteht dieser vor allem beruflich (12,5 Prozent) und in der Nachbarschaft (9 Prozent). Die kompletten Ergebnisse gibt es im Internet unter www.potsdam.de. RiB

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