Gartenstadt Drewitz beim Deutschen Städtebaupreis 2014 ausgezeichnet

Konzept innerhalb weniger Tage zum zweiten Mal bundesweit prämiert

Potsdam. Die Gartenstadt Drewitz ist von der Jury des Deutschen Städtebaupreises 2014 ausgezeichnet worden. Prämiert wurde die städtebauliche Konzeption für die Gartenstadt, die von den Büros Pia von Zadow Landschaftsarchitekten, Stadt*Land*Fluss, Berlin und Projektkommunikation Hagenau entwickelt wurde. Die Konzeption fußt auf den Ergebnissen des Masterplans für die Gartenstadt aus dem Jahre 2011.

Die Auszeichnung wurde am Donnerstagabend im Rahmen einer Festveranstaltung in Stuttgart an die drei Büros überreicht. In den Erläuterungen der Jury für die Auszeichnung heißt es unter anderem: "Das Entwicklungskonzept umfasst alle maßgeblichen Handlungsfelder. Richtigerweise wird die grundsätzlich qualitätvolle städtebauliche Struktur erhalten. Eine behutsame Nachver­dichtung an dafür geeigneten Stellen trägt der steigenden Wohnungsnachfrage Rechnung, erweitert die Typenvielfalt des Wohnungsangebotes und erhöht damit dessen Attraktivität für unterschiedliche Nachfragegruppen. Die Weiterentwicklung eines ersten "Modellblocks" zu einem energetisch optimierten, barrierefreien Wohnblock zeigt zum einen die Entwicklungspotenziale dieses Gebäudetyps und zum anderen aber auch die Bedeutung der Wohnungsbauförderung, ohne die die Finanzierung der Maßnahmen bei gleichzeitiger Einhaltung einer Mietobergrenze von 5,50 Euro nicht möglich gewesen wäre. (...) Besondere Erwähnung verdient der intensive Beteiligungsprozess. Durch ihn ist es gelungen, anfängliche Skepsis bei Eigentümern und Bewohnern zu Engagement und Identifikation umzuwandeln. Auf die beispielhafte Kooperation zwischen Quartiersmanage­ment und Grundschule sei besonders hingewiesen."

Das Konzept für die Gartenstadt Drewitz wurde schon vor genau zwei Wochen beim Bundeswettbewerb "Kommunaler Klimaschutz 2014", der unter anderem von Bundesumweltministerium auslobt wurde, mit einem Preis und einem Preisgeld von 30.000 Euro ausgezeichnet. "Beide Auszeichnungen zeigen, dass sich effektiver Klimaschutz und städtebauliche Qualität nicht ausschließen", sagte Carsten Hagenau von Projektkommunikation bei der Preisverleihung in Stuttgart.

"Wir haben mit diesem Konzept den Beweis angetreten, dass mit einer breiten Partizipation der Anwohner, unter Beachtung modernster Standards bei der Sanierung von Plattenbauten und der Aufwertung des gesamten Wohnumfeldes eine in ganz Deutschland beachtete städtebauliche Qualität erreicht werden kann", unterstrich Professor Miller Stevens vom Büro Stadt*Land*Fluss. "Das Konzept beachtet die architektonischen, städtebaulichen und sozialen Gegebenheiten als Einheit. Im Ergebnis ist es die Umgestaltung des Freiraums, die die neue städtebauliche Qualität möglich macht", hob Pia von Zadow hervor.

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