Bio weiter im Trend

Vogelsänger: Bio-Betriebe in Brandenburg weiterhin im Aufwind

Natur und Landwirtschaft im Einklang. Foto: fdk

Potsdam. In Brandenburg haben sich nach den Worten von Agrarminister Jörg Vogelsänger im vergangenen Jahr 51 Unternehmen entschieden, beim Land für weitere 5.400 Hektar einen Antrag auf Förderung ökologischer Anbauverfahren zu stellen. Weiterhin liegen 113 Erweiterungsanträge vor, die insgesamt 2.600 Hektar betreffen.
 
Vogelsänger: „Ab 2018 werden demzufolge insgesamt rund 5.200 Hektar Ackerland und 2.680 Hektar Dauergrünland neu für eine Förderung im ökologischen Landbau beantragt.“
 
Zum Vergleich: 2017 wurden neben den regulären Zahlungen, die alle Agrarbetriebe erhalten, an 644 Bio-Unternehmen in Brandenburg 25,5 Millionen Euro für das Antragsjahr 2016 ausgezahlt. Die geförderte Fläche betrug 120.000 Hektar, zu deren Bewirtschaftung sich die Bio-Bauern nach den Vorgaben des ökologischen Landbaus mindestens fünf Jahre verpflichten müssen.
 
Die Zahlungen für 2017 werden vorbereitet und beginnen im ersten Quartal.
 
Neben dem Landesprogramm zur Förderung des ökologischen Landbaus nehmen Bio-Bauern auch schwerpunktmäßig die Förderung der Grünlandextensivierung beziehungsweise das Heidenprogramm in Anspruch. Es gibt übrigens einige, zumeist kleinere Bio-Unternehmen mit Gemüseanbau, die gar keine Beihilfen beantragen.
 
Die für Brandenburg kalkulierten Förderhöhen bemessen sich an den tatsächlichen Einkommensunterschieden, die durch die Umstellung auf ökologische Anbauverfahren entstehen. Die Prämienkalkulation berücksichtigt auch die Mehraufwendungen für die Kontrollen, so dass eine gesonderte Zahlung eines Kontrollkostenzuschusses in Brandenburg nicht erforderlich ist.
 
Für Brandenburg ergeben sich aus dem Berechnungsansatz jährliche Öko-Prämien in Höhe von 209 Euro je Hektar für Ackerland, 210 Euro je Hektar für Grünland, 415 Euro je Hektar für Gemüse, 750 Euro je Hektar für Kern- und Steinobst sowie 665 Euro je Hektar für Beeren- und Strauchobst. Prämien aus anderen Bundesländern liegen gegebenenfalls etwas höher, da dort die Mindererträge höher sind. red
 
Mehr zum Thema Ökologischer Landbau in Brandenburg:
 
www.mlul.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.213902.de (Direktlink)
www.agrar-umwelt.brandenburg.de – Landwirtschaft & Fischerei –
Acker- und Pflanzenbau – Ökologischer Landbau

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