Verliebt in seine Heimatstadt

Verliebt in seine Heimatstadt

Im Kreis seiner Unterstützer gab René Wilke (fünfter von links) im Kabarettkeller seine Kandidatur zum Amt des Oberbürgermeisters in Frankfurt bekannt. Foto: Klemt

René Wilke eröffnet Wahlkampf für das Oberbürgermeisteramt

René Wilke: "Ein Weiter-so kann es nicht geben." Foto: Klemt

Frankfurt (Oder).
„Hier und jetzt beginnt der Aufbruch für Frankfurt“, sagte René Wilke am 5. Oktober im Kabarettkeller, im Volksmund auch Unterhaus genannt, vor gut einhundert Gästen. Selbstbewusst und moderat zugleich erklärte er im Kreis seiner Unterstützer, weshalb er im März 2018 als Kandidat der Partei Die Linke und der Bündnis-Grünen antreten will. Auch das Veranstaltungsformat war mit  Bedacht gewählt: René Wilke will sein Wahlprogramm in den nächsten Monaten gemeinsam mit den interessierten Frankfurtern aufstellen.
Die Kreisvorsitzende der Linken, Sandra Seifert, berichtete von der erfolgreichen Zusammenarbeit der beiden Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung. „Das ist keine One-Man-Show und nicht die Sache einer Partei.“

Alena Karaschinski von den Grünen betonte, dass bei der Entscheidung ihrer Partei Inhalte, Werte und Persönlichkeit der Empfehlung zu Grunde lagen. „Wir wollen Renés grünes Gewissen sein“, so Karaschinski. „Wir wollen Frankfurt verändern, den Kultur- und Generationswechsel gestalten. Wir haben hier alles, um gut zu leben. Was wir jetzt brauchen, ist ein Aufbruch.“

Frank Henke aus der Linksfraktion der Stadtverordnetenversammmlung würdigte René Wilkes Auftreten als Politiker: „Er mag die Menschen und er kann mit ihnen umgehen.“

Für Anja Kreisel ist er ein Mann mit Visionen, die keine Utopien bleiben müssen.

Thomas Feske, der ihn seit einem halben Leben kennt und eigens aus Dresden angereist war, erinnerte an die gemeinsame Zeit in der Friedensbewegung und bei den Protesten gegen den Krieg in Afghanistan. „Der Frieden, der große wie der kleine, war immer eine Herzensangelegenheit für ihn.“ Verlässlichkeit und Beständigkeit zeichneten René Wilke aus. Das bestimme auch den Stil linker Politik in Frankfurt mit.

Martin Hampel bekannte, den Kandidaten zunächst als einen politischen Konkurrenten wahrgenommen zu haben, der vielfach die gleichen Ziele hatte, die sie aber auf verschiedenen Wegen zu erreichen versuchten. „Es kam immer etweas Produktives dabei heraus. René Wilke hat die Fähigkeit und den Willen, die Dinge neu zu denken.“

Andrea Johlige, Fraktionskollegin aus dem Potsdamer Landtag, gab zu, den Abgeordneten nur sehr ungern ziehen zu lassen. Niemand habe sich in Potsdam so sehr für seine Stadt eingesetzt, wie er. „Auch wenn es uns manchmal nervte.“ René Wilke sei verliebt in seine Stadt und deshalb gehöre er nach Frankfurt. 

René Wilke verabschiedete sich sichtlich ermutigt mit einer Anekdote. Ein Journalist habe ihn gefragt, warum er denn Oberbürgermeister der „kaputtesten Stadt Brandenburgs“ werden wolle. Seine Antwort: Genau deswegen. Klemt

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