Abrissplan auf dem Tisch

Abrissplan auf dem Tisch

Stadtumbau in Frankfurt. Foto: Klemt

464 Wohnungen sollen in Frankfurt bis 2020 verschwinden

Frankfurt (Oder).
 Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) für 2014 bis 2025 hat die Stadt 2014 den weiteren Stadtumbau abgesteckt. Jetzt steht die Präzisierung der Abrissvorhaben für 2018 bis 2020 an. Die Stadtverordnetenversammlung hatte die Verwaltung mit der Beschlussfassung dazu beauftragt.
Aufgrund aktuelle Entwicklungen in der Flüchtlingspolitik konnte die Liste nicht wie geplant 2015 vorgelegt werden, so die Verwaltung. Hintergrund dafür sei die Analyse der zu erwartenden Entwicklung im Zusammenhang mit der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen.

Wohnungsunternehmen und Stadt hatten zu prüfen, inwieweit zeitlich befristet oder langfristig Wohnungskapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen auch in ursprünglich für den Abriss vorgesehenen Objekten genutzt werden sollten. Unterstützung für diesen Ansatz erhalten die Wohnungsunternehmen durch die Entscheidung des Landes, dafür Fördermittel einzusetzen, die ursprünglich für den Abriss vorgesehen waren. 

Im INSEK war ursprünglich ein Rückbaukontingent von 880 Wohneinheiten vorgesehen. Aktuell haben Wohnungswirtschaft und WohnBau ein Gesamtrückbauvolumen von 464 Wohneinheiten bis 2020 angemeldet. Die für den Abriss vorgesehenen Objekte befinden sich in Süd und Nord. Betroffen sind Langer Grund 28 bis 54a mit 290 Wohneinheiten der WohnBau, Johannes-Keppler-Weg 8 bis 13 mit 60 Wohneinheiten der WohungsWirtschaft und Seelower Kehre 9 bis 11 sowie 19 bis 24 mit 114 Wohneinheiten ebenfalls der WohnungsWirtschaft.

Es handelt sich um fünf- bis sechsgeschossige Gebäude ohne Aufzüge. Nach Angeben der Eigentümer liegt der Leerstand bei den Gebäuden im Südteil der Stadt derzeit bei über 20 Prozent, im Langen Grund bei rund 30 Prozent. Für die Seelower Kehre wird ein weiterer Anstieg des Leerstandes erwartet. Die zum Abriss vorgesehenen Wohnblöcke sind stark sanierungsbedürftig. Eine umfassende Sanierung halten die Wohnungsunternehmen für nicht wirtschaftlich sinnvoll. 

Die Liste ist dem Ausschuss für Stadtentwicklung zugegangen, der am 20. April beraten wird. Die abschließende Beratung und Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung ist für den 12. Mai vorgesehen. red

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