Handwerk hat goldenen Boden

Handwerk hat goldenen Boden

Glücksbringer für die Gesellinnen des Friseurhandwerks. Foto: Klemt

Kreishandwerkerschaft übergibt Gesellenbriefe in Frankfurt

Jahrgangsbeste Dorina Schulz. Foto: Klemt

Frankfurt (Oder).
Mut zur Zukunft machte Kreishandwerksmeister Peter Dietrich den jungen Gesellinnen und Gesellen bei der Lehrlingsfreisprechung in der vergangenen Woche am Überbetrieblichen Ausbildungszentrum in Frankfurt. Denn Handwerk hat immer noch goldenen Boden, wenn es goldene Ideen hervorbringt. „Das Handwerk ist Deutschlands vielseitigster Wirtschaftsbereich“, betonte Dietrich in seiner Rede. „Und die Innungen bilden sein Fundament.“ Dietrich dankte dem Nachwuchs für Fleiß und Ausdauer, aber auch den Lehrmeistern, Ausbildern, Fachlehrern und Prüfungsausschüssen.

Mit Blick auf den Zustrom junger Menschen verwies der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Maik Wiedner darauf, dass die Qualifikation vieler Flüchtlinge trotz der im Heimatland erworbenen Berufsabschlüsse oft nicht ausreiche. Das ließe sich jedoch ändern, wenn Bund und Land die Weiterbildung unterstützten. Gleichzeitig beklagte Wiedner das mangelnde Interesse der Schulabgänger an traditionellen Handwerksberufen. „Wir müssen uns heute bei ihnen bewerben“, stellte er fest. 

Dabei genießen die Handwerksberufe in Deutschland und auch im internationalen Vergleich hohes Ansehen, wie Festredner Frank Mahlow, Geschäftsführer des Jobcenters in Frankfurt, betonte. „Eltern und Ausbildungsbetriebe haben eines gemeinsam“, so Mahlow: „Sie werden viel zu selten gelobt.“ Den Gesellinnen und Gesellen legte er ans Herz, niemals im Leben zu vergessen, dass sich Leistungsbereitschaft und Einsatz auszahlten. „Sie haben die allerbesten Voraussetzungen, nicht zu Kunden des Jobcenters zu werden.“

Nachdem Kreishandwerksmeister Peter Dietrich der Jahrgangsbesten den symbolischen Gesellenschlag erteilt hatte, wurden die Gesellenbriefe durch die Vertreter des Handwerks und seiner Zünfte übergeben. Dorina Schulz, die den symbolischen Gesellenschlag erhielt, entstammt einem Familienbetrieb. „Ich habe es umgekehrt gemacht: Erst gebaut und Kinder bekommen und dann die Ausbildung absolviert“, erzählt sie. Elektronikerin hätte sie eigentlich nie werden wollen. „Aber dann bin ich reingerutscht, erst mit Büroarbeit, dann als Aushilfe, und schließlich dachte ich: Dann kann ich es auch richtig machen.“ Heute findet sie, dass ihr Beruf sehr vielseitig und interessant ist, und natürlich ist Dorina Schulz stolz auf ihren Gesellenbrief. Dazu hat die sympathische junge Frankfurterin allen Grund. Klemt

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