Armut besser bekämpfen

René Wilke mahnt Unterstützung des Bundes an

René Wilke. Foto: Klemt

Frankfurt (Oder).
Den Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes zur Armutsentwicklung nahm der Landtagsabgeordnete René Wilke (Die Linke) zum Anlass, mehr Solidarität und ein stärkeres Engagement bei der Armutsbekämpfung zu fordern. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Armutsquote im Land Brandenburg um 0,8 Prozent gesunken sei. Sie liegt derzeit  bei 16,9 Prozent. Wilke schreibt dies der rot-roten Regierungspolitik zu.

Trotzdem dürfe das Ergebnis nicht zufrieden stellen. „Jeder Mensch in Armut, ist einer zu viel. Insbesondere in einem reichen Land wie Deutschland, in dem die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird“, erklärte René Wilke. „Die zielgerichtete Bekämpfung von Armut hat für uns höchste Priorität. Wir setzen uns ein für Alleinerziehende, Langzeiterwerbslose, Renter, ältere und pflegebedürftige Menschen und Geflüchtete.“

Nach wie vor führten vor allem der Verlust des Arbeitsplatzes, prekäre Beschäftigung und sinkende Renten, aber auch Krankheit oder Pflege in die Armut. Vor allem Alleinerziehende und Erwerbslose, aber auch Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss seien armutsgefährdet.

Maßnahmen zur Armutsbekämpfung müssten nach Wilkes Ansicht gebündelt und Instrumente der Arbeitsförderung weiter entwickelt werden, forderte Wilke. Der Hartz IV-Satz müsse deutlich angehoben werden. Stattdessen nutze die Bundesregierung jede Möglichkeit, um die Sanktionsmöglichkeiten für Hartz-IV-Bezieher auszuweiten, kritisierte der Landtagsabgeordnete aus Frankfurt.   red

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