Himmlisches Theater mit neuem Projekt

Himmlisches Theater mit neuem Projekt

Treffen der Restaurations-Förderer im Himmlischen Theater Neuzelle.Foto:s-os

Sparkasse hilft bei Restaurierung von Kunstwerken

Neuzelle.
Neuzelle. Seit März 2015 hat Brandenburg ein neues Museum, das Himmlische Theater. Die im ehemaligen Pferdestall des Kutschstallgebäudes der Stiftung Stift Neuzelle neu entstandene Einrichtung zählte seither 25.000 Besucher. Bisher können in diesem unterirdisch angelegten Museum zwei Szenen der um 1750 vom böhmischen Künstler Josef Seifrit erschaffenen Passionsdarstellungen bewundert werden. Es handelt sich dabei um das Bühnenbild: Der Garten mit der Darstellung Judaskuss und die Kreuztragung aus dem Bühnenbild: Jerusalem.

Die Restaurierung der Tafeln fand im Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum in Wünsdorf statt. Sie wurde ermöglicht dank der intensiven Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Oder-Spree.

Stiftung und Sparkasse haben nunmehr eine weitere Förderung zugesagt. Gemeinsam mit der Kulturstiftung der Länder, dem Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder, dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischem Museum sowie der Stiftung Stift Neuzelle werden sie sich an den Arbeiten zur Konservierung und Restaurierung der vierten Szene der Neuzeller Passionsdarstellungen: Jesus vor dem Hohepriester Kaiphas aus dem Bühnenbild Palast beteiligen. Wieder unter der Federführung des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Museums sollen bis März 2018 insgesamt 20 Bühnenteile aus Holz und Leinwand sowie sieben große Holzfiguren bearbeitet werden. Die Arbeiten beginnen im Juni 2016.

Die Übergabe der Förderzusage von Ostdeutscher Sparkassenstiftung und Sparkasse Oder-Spree wurde vom stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Oder-Spree, Dr. Thomas Schneider, an den Geschäftsführer der Stiftung Stift Neuzelle, Norbert Kannowsky, vorgenommen. Anwesend sind gleichfalls Martin Gorholt, Stiftungsratsvorsitzender und Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, sowie Landeskonservator Dr. Thomas Drachenberg, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Museum.

Europaweit gelten die Passionsdarstellungen nach Umfang, Größe und künstlerischer Qualität als sensationell. Erstmals seit über 150 Jahren sind die beiden vorgenannten Szenen, Judaskuss und Kreuztragung, mit 86 Figuren und Tafeln nach jahrelanger Restaurierung mit ihren Bühnenbildern wieder vollständig in der Öffentlichkeit zu sehen. Insgesamt umfassen die Passionsdarstellungen heute noch 220 Einzelteile, die sich von den ursprünglichen 240 Figuren und Tafeln erhalten haben. Nach Abschluss des dritten Restaurierungsabschnittes, ab Ostern 2018, wird das Museum Himmlisches Theater im Kloster Neuzelle die restaurierte Szene zeigen.  red

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