Schnittstelle für die Kulturschaffenden

Schnittstelle für die Kulturschaffenden

MuV-Geschäftsführer Stefan Voss. Foto: Klemt

Künstlerische Leitung für Kleist Forum gesucht

Frankfurt (Oder).
Die Messe- und Veranstaltungsgesellschaft (MuV) hat die Stelle des künstlerischen Leiters für das Kleist Forum ausgeschrieben. Die Aufschreibungsfrist endet am 31. März. Zugleich wird mit den Partnern des brandenburgischen Theater- und Konzert-Verbundes intensiv am Spielplan für die nächste Saison gearbeitet. 

Darüber informierten im BlickPunkt-Gespräch der Geschäftsführer der MuV, Stefan Voss, und Florian Vogel, der übergangsweise die künstlerische Leitung des Hauses übernommen hat. Sie bedauerten nach einer Mitarbeiterversammlung im Kleist Forum, dass in der öffentlichen Diskussion zuweilen der Eindruck erweckt werde, in Frankfurt solle Kreativität verhindert werden.

„Das Gegenteil ist der Fall. Die Fähigkeit, frischen Wind in die Kulturlandschaft der Stadt zu bringen, Projekte zu entwickeln und gemeinsam umzusetzen, ist ein wichtiges Kriterium für die Auswahl des neuen künstlerischen Leiters“, betonte Stefan Voss. Die Erwartungen der freien Kultur- und Theaterszene der Stadt stießen bei der MuV auf offene Ohren. „Wir verstehen uns als Schnittstelle zwischen den unterschiedlichen Einrichtungen und Kulturschaffenden und wollen dieses Potential auf jeden Fall nutzen. Dabei können  wir auf jahrelange Erfahrungen, beispielsweise mit den freien Theatern der Stadt aufbauen. Mein Credo war von Anfang an: Die Identität dieses Hauses kann nur mit den Menschen in dieser Stadt entwickelt werden“, unterstrich der Geschäftsführer. Auch das erfolgreiche Festival TransVocale solle unbedingt fortgeführt werden. 

Florian Vogel hält es für wichtig, Kulturangebote zu schaffen, die kompatibel mit den Bedürfnissen der Frankfurter sind. „Jede Stadt hat ihren eigenen Geist. Zu Frankfurt gehört ein großes Bedürfnis nach niveauvoller Unterhaltung. Für manche spezifischen Angebote müsse der Markt hingegen erst entwickelt werden.“ Deshalb sei Theaterpädagogik „vielleicht sogar das Wichtigste“, so Vogel. „Sie nimmt sich der Zielgruppe an, die noch in Frankfurt wohnt und die unser künftiges Publikum bildet.“

Besonders freue er sich, dass Caroline Schließmann wieder in die Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen am Kleist Forum eingestiegen sei.

Zur Eigenständigkeit Frankfurter Kultur gehöre es, sich nicht in einen Wettlauf mit Berlin zu begeben. „Solch eine Konkurrenz brauchen wir gar nicht erst zu versuchen.“ Trotzdem bleibe Theater auch in Frankfurt ein Vermittler von Werten. „Daraus erwächst unsere Verantwortung.“ Klemt

Kommentare

  1. User
    Petra Dahn 15234 Frankfurt (Oder), Do, 11.02.2016 01:33

    Schöne Worte - blabla

  2. User
    Petra Dahn 15234 Frankfurt (Oder), Do, 11.02.2016 01:37

    Schöne Worte - blabla

  3. User
    Josef Lenden 15232 Frankfurt (Oder), Do, 11.02.2016 02:13

    Ich war in den letzten Tagen sehr viel in Sachen MuV und deren Entscheidung unterwegs und habe ein Für und Wider gehört und abgewogen. Meine vorhergegangene Meinung muss ich revidieren und meine geleistete Unterschrift zur Petition zurück nehmen. Diese Entscheidung ist unumstößlich.

  4. User
    Christian Meißner, Do, 11.02.2016 09:21

    es besteht natürlich die Gefahr, dass der neue künstlerische Leiter von Anfang an unter dem "Pantoffel" steht. Es wird sich inzwischen ja herum gesprochen haben, dass das ein "Schleudersitz" ist.

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