Flüchtlinge dezentral untergebracht

Einzigartige Kooperation von WoWi und Stadt

Milena Manns Foto: Klemt

Frankfurt (Oder).

Als ein bislang deutschlandweit einzigartiges Projekt stellte Milena Manns von der Wohnungswirtschaft beim jüngsten Stadtteilforum Mitte die Zusammenarbeit des Großvermiertes mit der Stadtverwaltung zur dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen vor. Grundlagen sind eine Kooperationsvereinbarung und ein Generalmietvertrag, die mit der Stadt abgeschlossen wurden.

Derzeit sind mit der Kooperationsvereinbarung 111 Personen, darunter 16 Kinder, in 52 Wohnungen untergebracht. Die Geflüchteten sind zusammen mit der Stadt Vertragspartner im Mietvertrag, bei Anerkennung als Flüchtling ist ein direktes Mietverhältnis möglich. Der im Oktober 2015 geschlossene Generalmietvertrag soll die dezentrale Versorgung intensivieren. Die Stadt mietet en gros Wohnungen von der WoWi, die sie dann mit Geflüchteten belegen kann.

Für die Auswahl der Wohnungen gibt es Regeln. Beispielsweise dürfen pro Aufgang laut der Kooperationsvereinbarung nur zwei Wohnungen und beim Generalmietvertrag maximal 10 bis 20  der Wohnungen Geflüchteten angeboten werden, um eine Integration in die Nachbarschaft zu stärken. Es handelt sich auch nicht um Abrissobjekte, sondern um Wohnungen aus dem normalen Mietwohnungsbestand.

Die geforderten Flächenstandards werden in der Regel übererfüllt. Wenn die Familie nachzieht, wird eine größere Wohnung angeboten. Die Sorge, dass günstige Wohnungen für die Frankfurter Bürger dadurch knapp werden, sei unbegründet, unterstrich Milena Manns. 2015 haben sieben anerkannte Flüchtlinge einen regulären Mietvertrag abgeschlossen. Begleitet wird die Unterbringung durch verschiedene integrative Maßnahmen, wie beispielsweise einen Wegweiser in sieben Sprachen, eine Kleidertauschbörse oder Patenschaften. red

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