Innovationsregion Lausitz GmbH geht an den Start

Cottbus.

Die Innovationsregion Lausitz GmbH ist gegründet. Der entsprechende Gesellschaftervertrag wurde am 18. Januar 2016 notariell beurkundet.


Die Innovationsregion Lausitz GmbH wird von den Gesellschaftern Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus, Handwerkskammer (HWK) Cottbus, Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg, Wirtschaftsinitiative Lausitz e.V. (WiL) und der Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin und Brandenburg e.V. (UVB) getragen. Unterstützt wird sie vom Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE) des Landes Brandenburg sowie der Energieregion Lausitz.


Im direkten Anschluss an die Gründung fand die erste Gesellschafterversammlung statt.
Dabei wurde Dr. Wolfgang Krüger, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, zum Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung gewählt.

Albrecht Gerber, Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg: „Die Gründung der Innovationsregion Lausitz GmbH ist ein wichtiges Signal. Aus vielen Spielern wird eine Mannschaft. Es ist eine gemeinsame Aufgabe von Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Hochschulen und allen anderen relevanten Verbänden, den laufenden Strukturwandel zu begleiten und der Wirtschaft in der Lausitz neue Impulse für eine stabile Entwicklung zu geben. Ich bin überzeugt, dass die neue Gesellschaft einen
Beitrag zur weiteren Gestaltung des Strukturwandels in der Region leisten wird. Die Landesregierung wird sie dabei nach Kräften unterstützen und – bei Bedarf auch kritisch – begleiten.“


Dr. Wolfgang Krüger, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Innovationsregion Lausitz GmbH: „Der Strukturwandel in der Lausitz steht nicht bevor, sondern hat bereits begonnen. Angesichts dieser Herausforderung haben sich in der jetzt gegründeten Gesellschaft zentrale Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft der Lausitz zusammengetan. Es geht uns darum, den Unternehmen der Region konkrete Hilfestellungen zu geben. Zugleich wollen wir mit gebündelten Kräften auf die Politik einwirken, damit für einen gelungenen Strukturwandel auch verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und notwendige infrastrukturelle Voraussetzungen bestehen.“
Knut Deutscher, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Cottbus: „Die Veränderungen in der Industrielandschaft der Lausitz werden auch Auswirkungen für eine Vielzahl von Handwerksbetrieben haben. Wenn die Menschen hier nicht mehr gutes Geld verdienen, dann werden sie auch Handwerksleistungen weniger in Anspruch nehmen. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, den Strukturwandel aktiv zu begleiten und selbst zu gestalten. Im Handwerk gibt es viele innovative Unternehmen, die wir bei der Verwirklichung ihrer Ziele unterstützen werden.“


Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB): „Vom anstehenden Strukturwandel in der Region ist nicht nur die Energiewirtschaft betroffen. Es geht auch um die Zukunft vieler Zulieferbetriebe, zum Beispiel aus der Metall- und Elektroindustrie und vielen anderen Branchen. Deswegen engagiert sich die UVB als Spitzenverband der Wirtschaft in der Innovationsregion Lausitz. Jetzt geht es darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Innovationen und neue Investitionen begünstigen. Ein modernes Breitbandnetz etwa ist heute in vielen Branchen unabdingbar. Mit Blick auf die Infrastruktur sehen wir neben dem Land auch den Bund in der Verantwortung. Auf dessen Initiative ist der sehr viel schnellere Ausstieg aus der Kohle ja zurückzuführen.“


Prof. Dr. Jörg Steinbach, Präsident der BTU Cottbus-Senftenberg: „Die BTU Cottbus-Senftenberg hat sich als Gesellschafter verpflichtet, mit ihrer Kreativität, ihrem Forschergeist und ihren Erfindungen einen Beitrag für die Lausitz zu leisten. Unsere Universität versteht sich als Scharnier zwischen wissenschaftlicher Kompetenz und Anwendung zum Vorteil der Region und des Landes Brandenburg.“

Michael von Bronk, Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsinitiative Lausitz e.V.: „Die WiL setzt sich seit ihrer Gründung für die Bündelung der Kräfte in der brandenburgischen und sächsischen Lausitz ein. Die Innovationsregion Lausitz GmbH ist der richtige Schritt dafür und bietet die Möglichkeit, besser als bisher die Industrie- und Wirtschaftsregion Lausitz weiter zu entwickeln und die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Unser Beitrag wird es sein die Kooperation, Integration und Bündelung der Wirtschaftsakteure länderübergreifend voranzubringen mit unseren Ideen, Konzepten und Zielen. Dabei setzen wir auch auf eine verstärkte Vernetzung der wissenschaftlichen Einrichtungen - BTU Cottbus-Senftenberg und Hochschule Zittau/Görlitz - mit der Wirtschaft. “


Holger Kelch, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus und Gesellschaftsvertreter der Energieregion Lausitz: „Die Energieregion Lausitz begrüßt die Gründung der Innovationsregion Lausitz GmbH als neue Partnerin im beginnenden Strukturwandel der Lausitz zwischen Südbrandenburg und Ostsachsen. Unser gemeinsames Ziel ist es, den Menschen hier Perspektiven zu bieten, und das heißt in erster Linie: vernünftig bezahlte Arbeit. Daher ist es gut, dass die Innovationsregion nach neuen Geschäftsfeldern suchen wird, die die Lausitz künftig prägen werden. Sie liefert damit die Software für die Zukunft. Energieregion und Marketinggesellschaft Ostsachsen (MGO) werden sich bald gemeinsam um die Hardware kümmern.“

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