EveLab: Gesunde Ernährung und bewusster Umgang mit Lebensmitteln

Uni Potsdam bietet Workshop-Programm für WAT-Lehrer

Potsdam. Gesundes Essen und das Bewusstsein für den Umgang mit Lebensmitteln sind Themen, die in den meisten Schulen bis heute zu wenig behandelt werden. Eine neue Workshopreihe, die an der Uni Potsdam entwickelt wurde, soll WAT-Lehrer auf Unterrichtseinheiten in diesem Bereich vorbereiten und ihnen das nötige Werkzeug an die Hand geben. Unterstützt wird die Reihe zur schulischen Ernährungs- und Verbraucherbildung mit zehn verschiedenen Seminaren unter dem Namen "EveLab" durch das Brandenburger Verbraucherschutzministerium.

Die Psychologin Majken Bieniok und der Pädagoge Carsten Hinz haben die Workshops ausgearbeitet und führen sie mit interessierten Lehrern aus ganz Brandenburg durch. Dabei geht es ebenso um Fastfood wie um Schulverpflegung, um die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung oder deren nachhaltige Produktion. Auch Umwelteinflüsse und Achtsamkeit sind Themen, die in den Workshops behandelt werden.

In der Potsdamer Peter-Joseph-Lenné-Oberschule haben sich im Rahmen dieser Reihe am Dienstag Pädagogen aus ganz Brandenburg unter dem Seminartitel "Check die Mensa aus! - Schulverpflegung als Unterrichtsgegestand" zu einem praktischen Kochkurs getroffen. Nach einer Einführung, bei der Majken Bieniok besonderen Wert auf das Kochen für eine Gruppe und die hygienischen Voraussetzungen in einer Schulküche gelegt hat, zeigte sich, dass guter Unterricht im Bezug auf Ernährung vielerorts schon an den schlecht ausgestatteten oder gar nicht erst vorhandenen Schulküchen scheitert. Sind in Grund- und Gesamtschulen noch Küchen vorhanden, die von den Schülern genutzt werden können, so sieht es beispielsweise in Gymnasien eher schlecht aus.

Nach einer genauen Unterweisung in Sachen Händewaschen und sonstigen Hygieneregeln mussten die WAT-Lehrer sich ans Kartoffelnschälen machen. Kartoffelpuffer mit selbst gekochtem Apfelmus standen auf dem Programm. Unterstützung beim Schnippeln gab es durch Mitarbeiter des Verbraucherschutzministeriums.

Zusätzlich präsentierte der Naturwissenschaftler Ulf Holzendorf eine Sammlung von Lehrmaterialien, die zum Thema Regionalität im Unterricht eingesetzt werden können. In den kommenden Monaten werden insgesamt 48 Lehrer und Lehrerinnen aus 18 Brandenburger Schulen zu zehn verschiedenen Themenschwerpunkten fortgebildet. sg